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Ausschreibung 2021

Das Jahr 2020 ist geprägt von der COVID-19-Pandemie. Wenngleich die unmittelbare Betroffenheit geringer ist als in anderen Sektoren, hinterlässt die Krise deutliche Spuren auch in der Landwirtschaft und in den ernährungswirtschaftlichen Wertschöpfungsketten.

Die aktuelle COVID-19-Pandemie ist aber nur eine unter vielen Herausforderungen, die durch Seuchen und Krankheiten entstehen. Nicht zuletzt die globalen Handelsströme, auch die Effekte des Klimawandels und die vermehrten Reisen der Menschen sorgen dafür, dass zunehmend (neuartige) Tier- und Pflanzenkrankheiten nach Deutschland gelangen. Im Moment gilt es beispielsweise ganz besonders, die Afrikanischen Schweinepest (ASP) an ihrer weiteren Ausbreitung zu hindern. Im Obstbau sorgt die Kirschessigfliege für enorme Schäden, und in einigen Teilen Deutschlands grassiert zurzeit die Vogelgrippe.

Die Edmund Rehwinkel-Stiftung möchte mit ihrer Ausschreibung 2021 daher einen Blick auf die Krisenfestigkeit des Agrarsektors und der Lebensmittelwirtschaft im Angesicht von Tierseuchen und Pflanzenkrankheiten werfen. Neben der Frage nach dem Umgang mit Pandemien und Seuchen soll betrachtet werden, welche Auswirkungen diese auf die Branche insgesamt haben und wie die Branche sich unter dem Einfluss von Krisenereignissen wandelt. Dazu soll das Schwerpunktthema

„Management von Pandemien sowie neuen Tier- und Pflanzenkrankheiten in der Landwirtschaft und der Wertschöpfungskette" 

wissenschaftlich untersucht werden.

Die Studien sollen das Schwerpunktthema in folgenden Bereichen abdecken und Antworten auf entsprechende Fragestellungen geben:

  • Wie geht die Branche bislang mit Krisen um, die durch eine Pandemie wie COVID-19 oder neue Tier- und Pflanzenkrankheiten ausgelöst werden, und welche Schwachstellen zeigen sich dabei?

  • Wie schnell kann die Branche nach einer insbesondere durch Pandemien bzw. Seuchen ausgelösten Krise wieder auf das Niveau von davor zurückfinden (Resilienz)?

  • Welche Präventions- und Managementstrategien können die Resilienz der Branche stärken?

  • Wie kann Digitalisierung der Branche dabei helfen, Krisen heute und in Zukunft zu managen?

  • Welchen Einfluss hat der Klimawandel auf Pandemien sowie Tier- und Pflanzenkrankheiten?

  • Wie müssen (internationale) Lieferketten künftig aufgestellt sein, um Anfälligkeiten zu reduzieren. Wie lassen sie sich wirkungsvoll absichern?

Zur Förderung ausgewählte Studien„Management von Pandemien sowie neuen Tier- und Pflanzenkrankheiten in der Landwirtschaft und der Wertschöpfungskette“

JLU Gießen

Dr. Birgit Gassler

"Strategien zum Umgang mit pandemie-bedingten Unsicherheiten und Nachfrageschocks in regionalen Wertschöpfungsketten"

LU Hannover

Prof. Dr. Ulrike Grote

"Mehr Resilienz durch Digitalisierung? Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Vermarktung und den Onlinehandel der Land- und Ernährungswirtschaft"

HU Berlin

Prof. Dr. Martin Odening

"Risikoabschätzung und -management neuer pflanzenschädigender Organismen"

TU Darmstadt

Prof. Dr. Dirk Schiereck

"Management von Pandemien sowie neuen Tier- und Pflanzenkrankheiten in der Landwirtschaft und der Wertschöpfungskette"

ISN-Projekt GmbH

Dr. Karl-Heinz Tölle

"Durch Covid-19 und Afrikanische Schweinepest in den Schweinestau – Eine Analyse der Krise am deutschen Schweinemarkt"

Die Ergebnisse der Studien werden von den Autorinnen und Autoren im Rahmen des Symposiums der Rehwinkel-Stiftung Mitte des Jahres 2022 (voraussichtlich in Berlin) einem interessierten Publikum vorgestellt. Die Erstveröffentlichung der Studien soll diesem Termin vorbehalten sein.

Ihr Ansprechpartner

Christian Pohl
Christian Pohl

Tel.: 069-2107-376

Fax: 069-2107-6459