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Förderbank für die Agrarwirtschaft und den ländlichen Raum

Rentenbank und TechQuartier starten viertes Bootcamp für Agrar-Startups

13. April 2021

Frankfurt. Die Landwirtschaftliche Rentenbank und das Frankfurter Innovationszentrum TechQuartier veranstalten ein dreitägiges Bootcamp für Startups. Um die begehrten zehn Teilnehmerplätze können sich Gründerinnen und Gründer aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft noch bis zum 3. Mai 2021 bewerben: https://techquartier.com/rentenbank-bootcamp

Bootcamp der Rentenbank und des TechQuartier

Das Bootcamp findet vom 12. bis 14. Juli 2021 als Hybridveranstaltung online und vor Ort in Frankfurt statt. Der Fokus liegt auf nachhaltigen Innovationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Agrar- und Ernährungswirtschaft, in diesem Jahr ergänzt um den Themenschwerpunkt Bioökonomie.

Auf dem Programm stehen Workshops und Einzelgespräche mit Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Die Workshops umfassen Themen wie Wachstumsstrategien, Teambildung, Datenschutzbestimmungen, Verhandlungstechniken, Pitching und Storytelling.

Folgende Kriterien sollten die Bewerber erfüllen:

  • Das Geschäftsmodell beinhaltet innovative Problemlösungen für die Bereiche AgTech, FoodTech oder Agricultural Bioeconomy.
  • Das Geschäftsmodell ist darauf ausgerichtet, Produkte und Dienstleistungen für andere Unternehmen anzubieten (etwa B2B oder B2B2C).
  • Das Unternehmen ist in Deutschland ansässig.

„Die Startup-Förderung ist ein zentrales Element unserer Innovationsstrategie. Die Kreativität, die in neuen Produkten und Dienstleistungen steckt, stärkt das Agribusiness als Problemlöser für wichtige wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen. Mit unserem Bootcamp bieten wir technologieorientierten Startups aus der Grünen Branche eine hervorragende Plattform, um ihr unternehmerisches Know-how zu erweitern und ihr Netzwerk auszubauen“, so Dr. Horst Reinhardt, Sprecher des Vorstands der Rentenbank.

Am Ende des Bootcamps präsentieren die Gründerinnen und Gründer ihre Ideen an einem öffentlichen Demo Day vor Publikum. Die besten Pitches werden mit einem Preis ausgezeichnet. Preisträger der letzten Jahre waren:

  • Spoontainable stellt aus Reststoffen der Lebensmittelindustrie essbare Dessert-Löffel her, um damit Einweg-Kunststoffbesteck zu ersetzen (Erster Platz 2020).
  • Corvitac entwickelt ein Kamerasystem mit KI-Technologie, um das Problem des ungenauen und manuellen Zählens von Schweinen zu lösen (Zweiter Platz 2020).
  • Circular Carbon entwickelt pflanzliche Holzkohle aus recycelten Materialien. Sie sind ein führender Hersteller und Anbieter von Biokohle (Dritter Platz 2020).
  • BEEsharing ist eine Online-Plattform, die Imker und Landwirte zusammenbringt, um Bienen zur Bestäubung einzusetzen (Preisträger 2019).
  • Monitorfish arbeitet an der Echtzeit- und Früherkennung von Fischkrankheiten mittels künstlicher Intelligenz in der Aquakultur (Preisträger 2018).

Seit 2018 durchliefen bereits 36 junge Unternehmen das Programm. 

„Wir haben enorm vom Bootcamp profitiert. Wir konnten uns mit anderen Startups aus dem Agrarbereich vernetzen, wichtige persönliche Erfahrungen mit anderen Gründern und Mentoren austauschen und unsere Produkte einem breiten Fachpublikum vorstellen, das ansonsten vielleicht nie auf uns aufmerksam geworden wäre“, so Dr. Markus Huhn, Geschäftsführer von CORAmaps und Teilnehmer am Bootcamp 2020.


Hintergrund:

Rentenbank
Die Landwirtschaftliche Rentenbank ist die deutsche Förderbank für die Agrarwirtschaft und den ländlichen Raum. Im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrags fördert sie agrarbezogene Vorhaben durch zinsgünstige Finanzierungen, die sie wettbewerbsneutral über die Hausbanken vergibt. Sie refinanziert Banken, Sparkassen und Gebietskörperschaften mit Bezug zum ländlichen Raum. Die Gewinnverwendung unterliegt ebenfalls dem Förderauftrag. Die Bank ist eine bundesunmittelbare Anstalt des öffentlichen Rechts, deren Grundkapital von der Land- und Forstwirtschaft der Bundesrepublik Deutschland aufgebracht wurde. Sie unterliegt dem KWG und wird von der BaFin und der Bundesbank beaufsichtigt. Die Förderbank refinanziert sich an den Finanzmärkten und gehört zu den wenigen Triple-A-Adressen Deutschlands.www.rentenbank.de Medienkontakt: Dr. Christof Altmann, Telefon: 069-2107-393, altmann@rentenbank.de

TechQuartier
TechQuartier wurde 2016 im europäischen Finanzzentrum Frankfurt gegründet. Wir sind eine branchenübergreifende Innovationsplattform, die Startups, Firmen und aufstrebende Talente zusammenbringt, um miteinander zu arbeiten und voneinander zu lernen. Ziel ist es, neue Technologien und digitale Geschäftsmodelle gemeinsam zu entwickeln. Zu unseren Mitgliedern zählen mehr als 370 Startups, zu unseren Partnern gehören 50 Finanz- und Industrieunternehmen und akademische Institutionen sowie hunderte zukünftige Gründer.
Mit internationalen Bildungsprogrammen aus den Bereichen Technologie, künstlicher Intelligenz und Unternehmertum zeigen wir jungen Köpfen, wie sie ihre wirtschaftliche Zukunft gestalten können. Als eine der größten Innovationsplattformen Deutschlands und als Konsortialführer des Financial Big Data Clusters arbeiten wir an einem europäischen Daten-Ökosystem. www.techquartier.com Medienkontakt: Marie Landenfeld, Telefon: 069-9001605-0, landenfeld@techquartier.com

 

 

Geschäftsjahr 2020 der Rentenbank: Starkes Förderneugeschäft, neue Impulse für nachhaltiges Wachstum, Resilienz auch in Corona-Zeiten gestärkt

29. Januar 2021

Frankfurt. Die Landwirtschaftliche Rentenbank blickt auf ein starkes Förderjahr 2020 zurück. Die deutsche Förderbank für die Agrarwirtschaft und den ländlichen Raum steigerte ihr Förderneugeschäft auf 11,2 Mrd. Euro. Ihr Neugeschäft mit zinsgünstigen Programmkrediten erreichte 6 Mrd. Euro. Besonders stark legte die Fördersparte „Ländliche Entwicklung“ zu. Neue Impulse für nachhaltiges Wachstum in der Land- und Forstwirtschaft setzte die Rentenbank durch Förderprogramme des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Außergewöhnlich hohe Kapital- und Besicherungsquoten unterstreichen die Resilienz der Bank auch in Corona-Zeiten.

Rentenbank Schriftzug

„Die Corona-Pandemie hat gezeigt: Eine sichere Versorgung mit Lebensmitteln ist unverzichtbar – die Landwirtschaft ist systemrelevant“, betonte Dr. Horst Reinhardt, Sprecher des Vorstands der Rentenbank. Gleichzeitig könne die Land- und Forstwirtschaft mit moderner, innovativer Technik einen entscheidenden Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten. „Dazu sind die Betriebe bereit, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.“ Das belege die immens hohe Nachfrage nach Mitteln aus den beiden Förderprogrammen des BMEL für die Land- und die Forstwirtschaft.


Förderneugeschäft wächst

Ihr gesamtes Förderneugeschäft steigerte die Rentenbank um 3,5 % auf 11,2 Mrd. Euro (2019: 10,8 Mrd. Euro). Die Refinanzierung von Gebietskörperschaften und Kreditinstituten mit Bezug zum ländlichen Raum mittels Namenspapieren, Schuldscheindarlehen und Wertpapieren wuchs von 4,8 Mrd. Euro auf 5,2 Mrd. Euro. Das Neugeschäft mit Programmkrediten erreichte wie im Vorjahr 6,0 Mrd. Euro.


Landwirte erwerben mehr Maschinen

Den größten Anteil am Förderneugeschäft mit Programmkrediten hatte 2020 erneut die Sparte „Landwirtschaft“. Das Neugeschäft erreichte 2,1 Mrd. Euro (2,2 Mrd. Euro). Die Landwirte fragten mehr Maschinenfinanzierungen nach. Die Nachfrage nach Finanzierungen für Gebäude und Flächenkauf ging dagegen zurück.


Liquiditätssicherung stärker gefragt, jedoch auf moderatem Niveau

Für agrarwirtschaftliche Betriebe, die unter den Folgen der Corona-Pandemie leiden, öffnete die Rentenbank im März 2020 ihr Liquiditätssicherungsprogramm. Seit April 2020 bietet die Bank im Auftrag des BMEL auch verbürgte Darlehen zur Liquiditätssicherung an. Insgesamt vergab die Rentenbank 2020 mit 55,2 Mio. Euro deutlich mehr Liquiditätssicherungsdarlehen als im Vorjahr (10,2 Mio. Euro). Das vergleichsweise moderate Niveau zeigt allerdings auch, dass weite Teile der Land- und Forstwirtschaft die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie besser verkraften als anfangs befürchtet.


Infrastrukturförderung im ländlichen Raum legt deutlich zu

Kräftige Zuwächse verbuchte die Rentenbank in ihrer Sparte „Ländliche Entwick-lung“. Das Neugeschäft stieg um gut 7 % auf 1,9 Mrd. Euro. Die Landesförder-institute fragten mehr Globaldarlehen der Rentenbank nach. Damit finanzieren sie insbesondere Infrastrukturmaßnahmen im ländlichen Raum.

Mit ihrer Fördersparte „Agrar- und Ernährungswirtschaft“ richtet sich die Rentenbank an Betriebe, die der Landwirtschaft vor- oder nachgelagert sind. Hier erreichte das Förderneugeschäft 1,1 Mrd. Euro (1,2 Mrd. Euro). Finanzierungen für Maschinen waren stärker gefragt. Der Darlehensbedarf für Gebäude und Betriebsmittel ging dagegen zurück. In der Fördersparte „Erneuerbare Energien“ blieb das Neugeschäft mit 0,9 Mrd. Euro (0,9 Mrd. Euro) insgesamt stabil. Einer höheren Nachfrage nach Windkraftfinanzierungen stand ein Rückgang bei Fotovoltaik und Biogas gegenüber.

In der Fördersparte „Forstwirtschaft“, die die Rentenbank im Mai 2019 etabliert hatte, betrug das Neugeschäft 76,5 Mio. Euro (25,0 Mio. Euro). Davon entfielen 52,3 Mio. Euro auf die Darlehenskomponente im Rahmen des Förderprogramms Waldwirtschaft des BMEL.


US-Dollar wird zur wichtigsten Emissionswährung

Im Geschäftsjahr 2020 nahm die Rentenbank mit 11,4 Mrd. Euro 11 % mehr Mittel am Kapitalmarkt auf als im Vorjahr (10,3 Mrd. Euro). Dabei refinanzierte sie sich flexibel in unterschiedlichen Währungen, um die Mittel für ihr Fördergeschäft möglichst günstig aufzunehmen. So wurde 2020 der US-Dollar mit 47 % (16 %) zur wichtigsten Emissionswährung, gefolgt vom Euro mit 41 % (59 %). Der Anteil des Britischen Pfunds ging auf 5 % (17 %) zurück. Die wichtigsten Investorengruppen blieben Geschäftsbanken und Zentralbanken mit zusammen 79 % (82 %) des platzierten Volumens.


Betriebsergebnis stabil, IT-Modernisierung beschleunigt

Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge und Bewertung erreichte mit 208,9 Mio. Euro in etwa das Niveau des Vorjahres (210,1 Mio. Euro). Der Zinsüberschuss reduzierte sich leicht um 1,2 % auf 296,9 Mio. Euro (300,6 Mio. Euro), im Wesentlichen aufgrund der entfallenen Dividende der DZ Bank. Sie war der dringenden Empfehlung der EZB an die Banken gefolgt, vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie auf eine Dividendenausschüttung zu verzichten. Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich um 4,1 % auf 75,9 Mio. Euro (72,9 Mio. Euro), vor allem durch beschleunigt vorangetriebene IT-Großprojekte und gestiegene Personalaufwendungen.


Kapitalquoten erhöht, Resilienz gesteigert

Zum Jahresultimo 2020 erhöhte die Rentenbank ihre harte Kernkapitalquote gemäß CRR auf 31,0 % (30,1 %).

„Mit unserer erneut gestärkten Kapitalbasis, einer Besicherungsquote des Kreditportfolios von über 90 % und einer Cost-Income-Ratio unter 30 % konnten wir die hohe Effizienz unseres Bankbetriebs erhalten und gleichzeitig die Resilienz trotz Corona weiter erhöhen. Die Rentenbank ist damit krisenfester denn je“, so Reinhardt abschließend.

 

Kennzahlen 2020 (PDF)

 

Hintergrund:
Die Landwirtschaftliche Rentenbank ist die deutsche Förderbank für die Agrarwirtschaft und den ländlichen Raum. Im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrags fördert sie agrarbezogene Vorhaben durch zinsgünstige Finanzierungen, die sie wettbewerbsneutral über die Hausbanken vergibt. Sie refinanziert Banken, Sparkassen und Gebietskörperschaften mit Bezug zum ländlichen Raum. Die Gewinnverwendung unterliegt ebenfalls dem Förderauftrag. Die Bank ist eine bundesunmittelbare Anstalt des öffentlichen Rechts, deren Grundkapital von der Land- und Forstwirtschaft der Bundesrepublik Deutschland aufgebracht wurde. Sie unterliegt dem KWG und wird von der BaFin und der Bundesbank beaufsichtigt. Die Förderbank refinanziert sich an den Finanzmärkten und gehört zu den wenigen Triple-A-Adressen Deutschlands.

Diese Pressemitteilung enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf gegenwärtigen Erwartungen, Annahmen, Vermutungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen basieren. Hierbei handelt es sich insbesondere um Aussagen hinsichtlich unserer Pläne, Geschäftsstrategien und -aussichten. Wörter wie "erwarten", "antizipieren", "beabsichtigen", "planen", "glauben", "anstreben", "schätzen" und ähnliche Begriffe kennzeichnen solche zukunftsgerichteten Aussagen. Diese Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen zu verstehen, sondern sie sind vielmehr von Faktoren abhängig, die Risiken und Unwägbarkeiten beinhalten und auf Annahmen beruhen, die sich ggf. als unrichtig erweisen. Sofern keine anders lautenden gesetzlichen Bestimmungen bestehen, können wir keine Verpflichtung zur Aktualisierung der zukunftsgerichteten Aussagen nach Veröffentlichung dieser Information übernehmen.

 

DIese Presseinformation als PDF

Rentenbank schreibt Gerd-Sonnleitner-Preis für ehrenamtliches Engagement aus

15. Januar 2021

Frankfurt. Die Landwirtschaftliche Rentenbank vergibt auch 2021 wieder ihren mit 3 000 Euro dotierten Gerd-Sonnleitner-Preis. Sie zeichnet damit junge Landwirte aus, die sich ehrenamtlich für den Ausgleich zwischen der Landwirtschaft und anderen Interessengruppen einsetzen.

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Bewerben können sich ehrenamtlich tätige Landwirte (m/w/d) unter 35 Jahren bis zum 15. Februar 2021.

Der Gerd-Sonnleitner-Preis 2020 ging an Philipp Duelli. Der in Politik und Verbänden engagierte Junglandwirt aus Oberschwaben ist mit seinem innovativen Vermarktungskonzept zum Botschafter für die regionale, tiergerechte Qualitätsfleischerzeugung geworden. Verbrauchern nimmt er durch gute Beratung und Rezepte zudem die Angst vor der Fleischzubereitung. Gewürdigt wird mit dem Preis sein Beitrag für ein positives Image moderner Tierhaltung.

Weitere Einzelheiten zum Preis sowie der Bewerbungsbogen sind hier zu finden.

 

Service:
Der Gerd-Sonnleitner-Preis der Rentenbank wurde zur Würdigung der Verdienste des Ehrenpräsidenten des Deutschen Bauernverbands und langjährigen Vorsitzenden des Verwaltungsrats der Rentenbank ins Leben gerufen. Ziel des Preises ist es, im Sinne des Namensgebers berufsständischen Nachwuchs zu ehrenamtlicher Arbeit zum Wohle der Landwirtschaft und des ländlichen Raums zu motivieren. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine Jury.

 

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