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Was heißt der Green Deal für die Landwirtschaft?

9. Juni 2021

Rehwinkel-Stiftung präsentiert Forschungsergebnisse

Frankfurt. Zu welchem Preis kann die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft die im Green Deal geforderten Ziele erreichen? Wie würden nationale Strategiepläne aussehen, wenn Landwirte sie gestalten könnten? Was sind in der Landwirtschaft die Managementfähigkeiten der Zukunft? Welche Strukturen sind für eine erfolgreiche Etablierung nachhaltigkeitsbasierter Wertschöpfungsketten notwendig? Und kann „grüne Gentechnik“ trotz ihrer bisherigen Ablehnung in der Bevölkerung ein Teil der Lösung werden? 

Fragen wie diesen widmete sich heute das Symposium 2021 der Edmund Rehwinkel-Stiftung der Landwirtschaftlichen Rentenbank, das erneut online stattfand.

A headland in bloom in Lower Bavaria. (F.R.A.N.Z. Project) | © Claudia Kriegebaum

Der Präsident der Europäischen Investitionsbank (EIB), Dr. Werner Hoyer, ordnete in einer Keynote zu Beginn die Green-Deal-Strategie politisch und finanzwirtschaftlich ein. Seiner Ansicht nach ließe sich die gigantische Aufgabe einer klimaneutralen EU bis 2050 nur mit einem kompletten Umbau hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft realisieren. Für die EIB zeigte sich Dr. Hoyer optimistisch: „Die EIB steht im Kampf gegen den Klimanotstand an vorderster Front. Wir setzen uns ehrgeizige Ziele und sind zuversichtlich, dass wir diese auch erreichen können.“

Der Vorsitzende des Vorstands der Edmund Rehwinkel-Stiftung, Dr. Horst Reinhardt, machte ebenfalls noch einmal deutlich, dass gehandelt werden müsse, in der Landwirtschaft wie in allen Unternehmens- und Lebensbereichen. Und die Landwirtschaft handle bereits – schon aus Eigeninteresse. Denn für sie gehe es um den Erhalt ihrer Produktionsgrundlagen und damit verbunden um die langfristige Sicherung der Lebensmittelversorgung. „Die Landwirtschaft ist Betroffene der Klimaveränderungen. Sie ist aber zugleich ein wesentlicher Baustein in der neuen Klimapolitik“, so Dr. Reinhardt.

Teilnehmende aus Wissenschaft, Politik, Verbänden und Hausbanken verfolgten die Präsentation von fünf durch die Rehwinkel-Stiftung geförderten Studien. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion konnten sie Fragen an die Autorinnen und Autoren richten. Moderiert wurde die Video-Livekonferenz vom Chefredakteur des Magazins „top agrar“, Matthias Schulze Steinmann.

Die Vorträge des Symposiums sind als Videomitschnitt unter www.rehwinkel-stiftung.de verfügbar. Die Forschungsarbeiten sind in Band 37 der „Schriftenreihe der Rentenbank“ erschienen. Dieser und frühere Bände können unter www.rentenbank.de kostenlos als Broschüre bestellt oder elektronisch abgerufen werden.

 

Hintergrund:
Die Edmund Rehwinkel-Stiftung der Landwirtschaftlichen Rentenbank wurde 1974 zur Erinnerung an den früheren Bauernpräsidenten und langjährigen Vorsitzenden des Verwaltungsrates der Rentenbank ins Leben gerufen. Ziel der Stiftung ist die Förderung von agrarbezogener Wissen-schaft und Forschung. Die Stiftung schreibt dazu einmal im Jahr ein aktuelles Schwerpunktthema aus. Interessierte können sich darauf mit einer Projektskizze um Förderung bewerben. Darüber hinaus vergibt die Stiftung Stipendien an Studierende, die ihren Master mit agrar- oder ernährungswissenschaftlichem Schwerpunkt an einer deutschen Hochschule absolvieren. Nähere Informationen unter www.rehwinkel-stiftung.de.

 

 

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