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Interview mit den Rehwinkel-Stipendiaten 2018

Mit Beginn des Wintersemesters 2018/19 wählte die Edmund Rehwinkel-Stiftung der Rentenbank bereits zum achten Mal die Teilnehmer ihres Stipendienprogramms aus.

Die drei Studierenden Sebastian Eichelsbacher, Felix Strothmeyer und Christoph Stumpe überzeugten während des mehrstufigen Auswahlverfahrens mit sehr guten Studienleistungen, sozialem Engagement und ihrer hohen Zielorientierung.

Im Interview erzählen die drei Stipendiaten, die nun zwei Jahre lang gefördert werden, von ihrer Motivation für die Bewerbung sowie ihren Erfahrungen während des Auswahlverfahrens und in der ersten Zeit danach.



Das Interview

Welche Erwartungen haben Sie an das Stipendium?

Sebastian Eichelsbacher: Ich hoffe, dass ich neben meinem Studium viele Möglichkeiten bekomme, mich inhaltlich als auch persönlich weiterzubilden und weiterzuentwickeln. Ich freue mich auf vielseitige Workshops und Veranstaltungen mit spannenden Gesprächen zu den Herausforderungen der Agrarwissenschaften. Außerdem begrüße ich es, wenn ich mich intensiv in dem Netzwerk der Stiftung integrieren kann. Der Austausch mit meinen Mitstipendiaten, den Mitarbeitern der Studienstiftung und der Landwirtschaftlichen Rentenbank sowie den vielen weiteren Gesprächspartnern, die ich als Stipendiat kennenlernen darf, ist mir sehr wichtig. Ich freue mich aber auch darauf, mich selbst einzubringen, zu gestalten und Engagement zu zeigen und soweit möglich, bei Projekten mitzuwirken.

Felix Strothmeyer: Vom Stipendium erwarte ich mir zum einen, dass ich an vielen spannenden Veranstaltungen teilnehmen kann. Hier bietet die Stiftung ein umfassendes Angebot. So nehme ich zum Beispiel an einem Forum in Berlin teil, bei dem es um erneuerbare Energien im ländlichen Raum geht. Zum anderen erhoffe ich mir, viele neue Kontakte knüpfen zu können.

Christoph Stumpe: Das Stipendium sehe ich als eine große Chance, um meinen Horizont in der Agrarbranche zu erweitern. Besonders freue ich mich auf die Möglichkeit, an vielen Veranstaltungen und Seminaren teilnehmen zu können, zu denen ich ohne das Stipendium kaum einen Zugang hätte. Durch den Kontakt zu Fachleuten der Agrarbranche und den weiteren Stipendiaten, möchte ich viele interessante Persönlichkeiten kennenlernen, mit denen ich über aktuelle Themen und die zukünftige Entwicklung der Landwirtschaft diskutieren kann. Insgesamt erhoffe ich mir, dass mir das Stipendium durch die Angebote, die über die finanzielle Unterstützung hinausgehen, bei meiner persönlichen Entwicklung weiterhilft.

Empfanden Sie es als schwierig, das Stipendium zu erhalten?

Sebastian Eichelsbacher: Ich hatte das Gefühl, dass sich das Auswahlgremium sehr genau mit den Bewerbern befasste und es war für mich vorab schwierig einzuschätzen, ob ich die gestellten Anforderungen erfülle. Auch die Tatsache, dass nur wenige Studierende pro Jahr aufgenommen werden unterstreicht, dass es kein Selbstläufer ist. Ich habe mir viel Zeit für meine Bewerbung genommen und mich auf die Vorstellungsrunden vorbereitet. Ich wollte klar zeigen, welchen hohen Wert das Stipendienprogramm für mich darstellt. Sehr angenehm empfand ich die Auswahlgespräche und die Atmosphäre in den Bewerbungsgesprächen. Ich habe mich dabei sehr wohl gefühlt. Das erste Auswahlgespräch hat meine hohe Motivation noch einmal verstärkt, da ich mir sicher war, dass ich sehr gerne mit den Personen aus der Jury enger zusammenarbeiten würde und deren Unterstützung dankend annehmen werde. Ich habe mich am Ende sehr gefreut, dass ich eine Zusage erhalten habe. Ich würde es insgesamt als spannende und nicht leichte Herausforderung bewerten, der sich aber trotzdem jeder annehmen kann.

Felix Strothmeyer: Grundsätzlich nicht. Die notwendigen Unterlagen für den Bewerbungsprozess konnte ich zügig erstellen. Neben meinem Lebenslauf, einem kurzen Motivationsschreiben und einer Notenübersicht reichte ich auch ein Empfehlungsschreiben von meinem Professor und Nachweise ehrenamtlicher Tätigkeiten ein. Anschließend wurde ich zu zwei Auswahlrunden nach Frankfurt eingeladen, in denen ich mich der Auswahlkommission vorstellen konnte. Hier herrschte eine sehr angenehme Gesprächsatmosphäre. Da ich nichts zu verlieren hatte, und die Gespräche als eine neue Erfahrung gesehen habe, ging ich recht entspannt an die Sache heran. In den Gesprächen selbst habe ich dann offen und ehrlich von mir erzählt, und die Fragen so gut es ging beantwortet.

Christoph Stumpe: Die Anforderungen an die Bewerbung waren auf der Internetseite gut beschrieben, sodass es für mich recht einfach war, die Unterlagen zusammen zu tragen. Nach ungefähr vier Wochen bekam ich bereits die Einladung zu einem Auswahlgespräch in Frankfurt mit Vertretern der Rentenbank. Darauf folgte ein zweites Gespräch, in dem sich die Jury auch aus Vertretern der Jungen DLG, dem Bund der Deutschen Landjugend und dem Vorstand der Edmund Rehwinkel-Stiftung zusammengesetzt hat.

In den Gesprächsterminen wurde mir die Möglichkeit gegeben, mich ausführlich vorzustellen. Dabei hatte ich das Gefühl, dass nicht nur auf die Leistungen im bisherigen Studium, sondern auch besonders auf das ehrenamtliche Engagement und den persönlichen Umgang Wert gelegt wurde.

In den Gesprächen war es mir wichtig, meine persönlichen Ziele genau zu erläutern und ein natürliches und zutreffendes Bild von mir zu vermitteln. Meiner Ansicht nach wurde das von der Jury sehr positiv aufgenommen.

Was erzählen Sie Ihren Kommilitonen über das Stipendium?

Sebastian Eichelsbacher: Wenn sich die Gelegenheiten ergeben, werde ich meine Kommilitonen gerne über die Möglichkeiten durch die Edmund Rehwinkel-Stiftung unterrichten. Ich bin der Meinung, dass eine Weiterbildung über die klassischen Vorlesungsinhalte der Universität hinaus in der heutigen Zeit sehr wichtig ist. Die Stiftung unterstützt hier mit einer sehr guten individuellen Förderung. Diese Botschaft möchte ich den Studierenden vermitteln. Gerne berichte ich von Veranstaltungen und Erlebnissen im Zusammenhang mit der Stiftung. Ich werde interessierte Studierende auf jeden Fall motivieren sich an einer Bewerbungsrunde zu beteiligen. Meiner Meinung nach kann man nichts verlieren. Auch wenn man nicht in die Stiftung aufgenommen wird, lohnen sich die Stunden, in denen man sich mit der Bewerbung auseinandersetzt. Denn man befasst sich mit seinen persönlichen Zielen für sein Studium und den Lebensweg und fragt sich selbst, wie man diese erreichen will. Das ist in regelmäßigen Abständen ganz hilfreich.

Felix Strothmeyer: Ich kann nur jedem Kommilitonen empfehlen, sich für das Stipendium zu bewerben. Es ist eine super Chance, an interessanten Veranstaltungen teilzunehmen und neue Leute kennenzulernen. Viele Kommilitonen gehen davon aus, dass ihre Noten nicht gut genug für eine Bewerbung sind. Meiner Erfahrung nach sind auch andere Aspekte, wie das ehrenamtliche Engagement, von großer Bedeutung. Daher rate ich meinen Kommilitonen sich einfach zu bewerben. Der Aufwand ist überschaubar und wenn es nicht funktionieren sollte, war die Bewerbung nicht umsonst, sondern eine weitere Erfahrung.

Christoph Stumpe: Sollten mich meine Kommilitonen auf das Stipendium ansprechen, werde ich ihnen gerne von meinen Erfahrungen im Bewerbungsverfahren, den vielen Einladungen zu Messen und Veranstaltungen und der sehr guten finanziellen Unterstützung berichten. Durch dieses umfangreiche und attraktive Angebot hebt sich das Stipendium der Edmund Rehwinkel-Stiftung aus meiner Sicht deutlich von anderen Stipendienprogrammen ab.

Verraten Sie uns abschließend noch Ihre nächsten Pläne im Studium?

Sebastian Eichelsbacher: Derzeit befinde ich mich im Auslandssemester in den USA, an der Virginia Polytechnic University in Blacksburg. Hier belege ich im Programm Agricultural Science hauptsächlich Module in den Pflanzen- und Bodenwissenschaften. Zurück an meiner Heimatuniversität in München werde ich den Studiengang Agrarsystemwissenschaften fortsetzen. Es handelt sich um ein neues, sehr flexibles Studienangebot, dass mir neben der Einbringung von Credits aus Auslandsuniversitäten auch die Einbringung einer gewissen Anzahl von „fachfremden“ Credits ermöglicht. Ich werde deshalb neben dem agrarwissenschaftlichen Fokus mit einem Schwerpunkt im Pflanzenbau auch in der Informatik Grundkenntnisse aufbauen. Darin spiegelt sich mein Interesse in dem neu aufstrebenden Bereich von Precision und Smart Farming. Die Semesterferien werde ich, wie auch während meiner Bachelorstudienzeit, für Praktika nutzen. Hier kommen für mich Start-ups genauso in Frage, wie landwirtschaftliche Ackerbaubetriebe oder Unternehmen aus der Agrartechnik. Ich suche hier auch oft nach Chancen weitere Auslandserfahrung zu sammeln. Außerdem möchte ich wieder an möglichst vielen Veranstaltungen außerhalb der Universität teilnehmen. Dazu gehören beispielsweise Vorträge, Messen und Konferenzen. Zudem werde ich auch meine sozialen Engagements fortsetzen. Ich genieße es, einen vollen, abwechslungsreichen Terminkalender zu haben, der mir viele spannende Möglichkeiten eröffnet.

Felix Strothmeyer: Ich möchte mein Studium im Bereich Agrar- und Lebensmittelwirtschaft zügig beenden. Nach zwei theoretischen Semestern an der Hochschule werde ich im dritten Semester ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen durchführen. Anschließend folgt im vierten Semester die Masterarbeit. Nebenbei werde ich meine Zeit nutzen, um ein nachhaltiges Projekt mit einem mexikanischen Start-up weiter umzusetzen.

Christoph Stumpe: Zunächst einmal möchte ich mich schnellstmöglich an der für mich neuen Universität eingewöhnen und meine Kommilitonen kennenlernen. Sehr gerne möchte ich auch an Forschungsprojekten auf dem Gebiet der Agrartechnik mitwirken.

Im weiteren Verlauf des Masterstudiums ist es außerdem mein Ziel weitere Auslandserfahrungen in Form eines Auslandssemesters oder –praktikums zu sammeln. Potentielle Länder, die mich auf Grund des hohen Stellenwerts der Landwirtschaft reizen, sind Kanada und Frankreich.



Sebastian Eichelsbacher

Sebastian Eichelsbacher (22), studiert an der TU München Agrarsystemwissenschaften. Derzeit absolviert er ein Auslandssemester an der VirginiaTech University in Blacksburg, USA.

Ehrenamtlich engagiert er sich in der Hochschulpolitik, in der Fachschaft und in der VDL-Studentengruppe Freising. Außerdem kümmert er sich als Skilangläufer um den Nachwuchs im Verein.



Felix Strothmeyer

Felix Strothmeyer (25), verfolgt in seinem Studium an der Hochschule Osnabrück mit Leidenschaft die Start-up-Szene. Bei einem Gründerprojekt während seines Bachelors konnte er in Mexico eigene Erfahrungen sammeln.

Der gelernte Landwirt engagiert sich neben dem Studium ehrenamtlich im Sprecherteam der Jungen ISN. In seiner Freizeit spielt er Fußball und Doppelkopf.



Christoph Stumpe

Christoph Stumpe (22), nach seinem Bachelor im dualen Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen (Maschinenbau) an der DHBW Stuttgart in Kooperation mit dem Landtechnikhersteller CLAAS, studiert er nun an der Universität Hohenheim Agrarwissenschaften mit dem Schwerpunkt Agrartechnik.

Seine Freizeit gehört u.a. dem Fußball: Als Schiedsrichter im Junioren- und Seniorenbereich sorgt er ehrenamtlich für Fair Play auf dem Platz.

Michael Lütke-Dörhoff


Ihr Ansprechpartner

Christian Pohl

Christian Pohl

Tel.: 069-2107-376

Fax: 069-2107-6459