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Mehr Resilienz für kommende Krisen

2. Juni 2022

Rehwinkel-Stiftung präsentiert Forschungsergebnisse

Frankfurt. Nach der Pandemie ist vor der Pandemie. Wie wichtig angesichts fragiler Wertschöpfungsketten geeignete Strategien des Risikomanagements für die Agrar- und Ernährungswirtschaft sind, wurde gestern beim Symposium der Edmund Rehwinkel-Stiftung der Landwirtschaftlichen Rentenbank erörtert. Digitalisierung sowie mehr Regionalität und regionale Wertschöpfung können Lösungen sein. Deutlich wurde in den Diskussionen zugleich, dass Krisen, wie die Corona-Pandemie, auch unternehmerische Chancen bieten und dadurch Transformationsprozesse initiiert oder beschleunigt werden.

Klar sei, dass die Branche mehr Resilienz brauche. Das betonte auch die Vorsitzende des Vorstands der Edmund Rehwinkel-Stiftung, Nikola Steinbock, im Rahmen der Tagung. „Ein Risiko, das vielen vor der Pandemie nicht bewusst war, ist die Anfälligkeit unserer Lieferketten. Wir erleben dies aber nicht nur als Folge von Pandemie und Tierkrankheiten. Wir erleben dies auch als unmittelbare Folge des Krieges in der Ukraine“, so Nikola Steinbock. „Uns wird dadurch bewusst, dass Versorgungssicherheit nicht selbstverständlich ist. Die heimische Agrarwirtschaft hat diese wichtige Aufgabe, sie ist sich der Herausforderungen bewusst und packt sie an“, so Steinbock weiter.

Beim Vorabendempfang verwies der Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), Professor Andreas Hensel, in seiner Dinner Speech bereits darauf, dass Risiken von den Menschen sehr unterschiedlich wahrgenommen würden. Das habe die Corona-Pandemie verdeutlicht. Komplexe Themen könnten immer nur in Teilaspekten umrissen und erklärt werden. Er wünsche sich daher hierzulande mehr Akzeptanz für die Ansichten anderer und zugleich einen pragmatischeren Umgang mit Risiken.

Teilnehmende aus Wissenschaft, Politik, Verbänden und Hausbanken verfolgten bei der gestrigen Tagung die Präsentationen zu den fünf durch die Rehwinkel-Stiftung geförderten Studien und diskutierten die Ergebnisse mit den Autorinnen und Autoren. Moderiert wurde die Tagung vom Chefredakteur des Magazins „top agrar“, Matthias Schulze Steinmann.

Die Forschungsarbeiten sind in Band 38 der „Schriftenreihe der Rentenbank“ erschienen. Dieser und frühere Bände können hier kostenlos als Broschüre bestellt oder elektronisch abgerufen werden.

 

Hintergrund:
Die Edmund Rehwinkel-Stiftung der Landwirtschaftlichen Rentenbank wurde 1974 zur Erinnerung an den früheren Bauernpräsidenten und langjährigen Vorsitzenden des Verwaltungsrates der Rentenbank ins Leben gerufen. Ziel der Stiftung ist die Förderung von agrarbezogener Wissenschaft und Forschung. Die Stiftung schreibt dazu einmal im Jahr ein aktuelles Schwerpunktthema aus. Interessierte können sich darauf mit einer Projektskizze um Förderung bewerben. Darüber hinaus vergibt die Stiftung Stipendien an Studierende, die ihren Master mit agrar- oder ernährungswissenschaftlichem Schwerpunkt an einer deutschen Hochschule absolvieren. Nähere Informationen unter www.rehwinkel-stiftung.de.

 

 

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