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Bioökonomie – Innovationen für mehr Nachhaltigkeit

28. April 2021

Frankfurt. Alternative Proteinquellen, Naturkautschuk aus Löwenzahn, Kunst­stoff aus Flüssigholz, Eierschalen als Energiespeicher: Bioökonomie setzt auf Nachhal­tigkeit, indem sie fossile Rohstoffe durch nachwachsende ersetzt und sie in Kreis­läufen nutzt. Das reduziert die Abhängigkeit von begrenzten Ressourcen und schützt Klima und Umwelt. Das „Agrar Spezial“ im Geschäfts­bericht 2020 der Landwirtschaftlichen Rentenbank zeigt, welchen Beitrag zu einer nachhaltigeren Wirtschaft und Gesellschaft bioökonomische Innovationen leisten können.

Die in der Land- und Forstwirtschaft erzeugte pflanzliche Biomasse ist das Fundament der Bioökonomie. Allerdings ist die landwirtschaftlich nutzbare Fläche knapp. Deshalb muss Bio­masse in Zukunft noch effizienter hergestellt und genutzt werden. Dazu dienen Kaska­den oder Kreisläufe. Sie setzen auf Wiederverwertung. Erst am Ende der Kaskade steht eine thermische Nutzung oder Kompostierung.

Auch für die Ernährungswirtschaft wird die Bioökonomie immer wichtiger. Alternative Protein­quellen werden derzeit intensiv erforscht. Dazu zählen insbesondere pflanzen­basierte Fleisch­ersatzprodukte, Kulturfleisch, Insekten und Algen. Die Nutzung biogener Stoffe als Ver­packungsmaterial ist ein weiteres Beispiel für die Anwendung der Bioökono­mie in der Lebens­mittelbranche.

Zur Bioökonomie zählt auch das „Carbon Farming“, eine Form der Pflanzenproduktion, bei der z. B. durch eine reduzierte Bodenbearbeitung oder durch den Anbau verschiede­ner Kul­turen Humus aufgebaut und dadurch CO2 organisch gebunden wird.

Bioökonomische Innovationen helfen, Umweltschutz und ökonomische Anforderungen mit­einander in Einklang zu bringen. So wird die Land- und Forstwirtschaft als größter Erzeuger von Biomasse zu einem zentralen Problemlöser auf dem Weg in eine nach­haltigere Wirt­schaft und Gesellschaft.

 

Hintergrund:
Die Landwirtschaftliche Rentenbank ist die deutsche Förderbank für die Agrarwirtschaft und den ländlichen Raum. Im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrags fördert sie agrarbezogene Vorhaben durch zinsgünstige Finanzierungen, die sie wettbewerbsneutral über die Hausbanken vergibt. Sie refinanziert Banken, Sparkassen und Gebietskörper­schaf­ten mit Bezug zum ländlichen Raum. Die Gewinnverwendung unterliegt ebenfalls dem Förderauftrag. Die Bank ist eine bundesunmittelbare Anstalt des öffentlichen Rechts, deren Grundkapital von der Land- und Forstwirtschaft der Bundesrepublik Deutschland aufgebracht wurde. Sie unterliegt dem KWG und wird von der BaFin und der Bun­des­bank beaufsichtigt. Die Förderbank refinanziert sich an den Finanzmärkten und gehört zu den wenigen Triple-A-Adressen Deutschlands.

 

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