Navigation und Service der Landwirtschaftlichen Rentenbank

Springe direkt zu:

Nachhaltigkeit

Nichtfinanzieller Bericht 2019

Unsere Natur­schutz­projekte

Rentenbank Green Bonds

Gesellschaftlich verantwortliches HandelnNachhaltigkeit ist das Leitmotiv unseres Förderauftrags

Aufgrund der Besonderheiten des elementaren, nicht reproduzierbaren Produktionsfaktors Boden und eines Denkens in Generationen hat langfristig ausgerichtetes unternehmerisches Handeln in der Land- und Forstwirtschaft einen besonders hohen Stellenwert. So ist der Begriff der "Nachhaltigkeit" im Sinne der dauerhaften Nutzung einer natürlichen Ressource ursprünglich in der deutschen Forstwirtschaft geprägt worden.

Square

Die Land- und Forstwirtschaft bietet vielfältige Ansatzpunkte zur Verwirklichung von Nachhaltigkeitszielen. Dabei leisten beispielsweise die Erzeugung erneuerbarer Energien und die Verminderung direkter Emissionen wie Methan aus der Tierhaltung wichtige Beiträge zum globalen Klimaschutz. Auch der Erhalt und die Förderung der Biodiversität auf land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen vereinen Aspekte der ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit gleichermaßen.

Für die Rentenbank haben gesellschaftlich verantwortliches Handeln und der Schutz der Umwelt einen besonders hohen Stellenwert. Unsere Förderung ist grundsätzlich auf Langfristigkeit aufgebaut. Wesentliche Aspekte des nachhaltigen Wirtschaftens wurden mit dem Inkrafttreten des 5. Gesetzes zur Änderung des Gesetzes über die Landwirtschaftliche Rentenbank am 1. August 2002 auch explizit in den Förderauftrag der Bank aufgenommen.

Auch in unserem Leitbild bekennen wir uns zu unserer Verantwortung für die nachhaltige Verbesserung ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte. Dies umfasst nicht nur den Leitgedanken unserer Förderpolitik sondern auch unser internes Handeln. 

Nachhaltigkeit im Kerngeschäft

Wie fördert die Rentenbank Nachhaltigkeit?Sechs Beispiele aus unserer Förderpraxis

Nachhaltigkeit gehört seit jeher zu unserem Kerngeschäft. Wesentliche Aspekte ökologischer Nachhaltigkeit sind seit 2002 auch explizit in unserem gesetzlichen Förderauftrag verankert. 2018 finanzierten wir nachhaltige Vorhaben mit insgesamt 1,8 Mrd. Euro, einschließlich der Förderung von erneuerbaren Energien. Im Rahmen der Programme „Nachhaltigkeit“ sowie „Umwelt- und Verbraucherschutz“ fördern wir ein breites Spektrum von Maßnahmen zur Verbesserung des Tierwohls, der Energieeffizienz oder der Minderung von Emissionen. Auch die Direkt- oder Regionalvermarktung landwirtschaftlicher Produkte, der ökologische Landbau und tiergerechte Haltungsformen fallen unter diese Programme. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Förderung erneuerbarer Energien im Rahmen unseres Förderprogramms „Energie vom Land“. Hier liegt der Fokus auf Investitionen in die Erzeugung, Speicherung und Verteilung erneuerbarer Energien. Mit diesem Programm fördern wir auch „Bürger- und Bauerwindparks“, die mehrheitlich Bürgern, Unternehmern und Grundstücksbesitzern am Standort des Windparks gehören. Die folgenden nachhaltigen Investitionsprojekte spiegeln diese Vielfalt wider.

Zu den Einzelprojekten

Besondere Naturschutzprojekte

Klima- und ArtenschutzNachhaltige Waldbewirtschaftung im Forstrevier Buchenborn

Neben unseren nachhaltigen Förderprojekten im Programmkreditgeschäft, die wir in Zusammenarbeit mit den Hausbanken im ländlichen Raum durchführen, initiieren wir auch selbst Maßnahmen, die einen wichtigen Nachhaltigkeitsbeitrag leisten und in enger Verbindung mit der Agrarwirtschaft oder dem ländlichen Raum stehen. Ein Beispiel hierfür ist eine an natürlichen Prozessen orientierte Biotopentwicklung in Wald- und Offenlandbereichen. Hierzu haben die Rentenbank und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) einen Rahmenvertrag über die langfristige ökologische Bewirtschaftung von 550 Hektar Wald in der hessischen Wetterau geschlossen.

Die Bewirtschaftung der Waldflächen und die fachliche Beratung zu weiteren Einzelmaßnahmen im Wald erfolgt durch die BImA. Sie bewirtschaftet die Flächen nach strengen ökologischen Bewirtschaftungsgrundsätzen, bei denen die Anreicherung von Alt- und Totholz, der vollständige Verzicht auf Biozide und ein angepasster Wildbestand im Fokus stehen.

Innerhalb dieses Rahmenvertrags werden weitere Projekte als Einzelmaßnahmen initiiert, die ebenfalls zum Naturschutz beitragen sollen.

zu den Einzelprojekten

UN-Dekade Biologische VielfaltOffenlandbeweidung durch Rothirsche ausgezeichnet

Artenvielfalt und militärische Nutzung in Einklang zu bringen, ist eine besondere Herausforderung. Die Flächen des US-Truppenübungsplatzes Grafenwöhr nordöstlich von Nürnberg gehören zu den bundesweit wertvollsten Arealen des europäischen Schutzgebietsnetzes NATURA 2000. Zahlreiche gefährdete und vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten sowie Lebensräume von zum Teil gesamteuropäischer Bedeutung sind dort beheimatet.

Deshalb gingen der Bundesforstbetrieb Grafenwöhr und seine Partner neue Wege: Der Rothirschbestand wurde in den Offenlandbereichen konzentriert und die Jagd dort auf wenige Tage im Jahr beschränkt. Aus dem Zweckvermögen des Bundes bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank wurde eine Studie finanziert, die das Projekt über fünf Jahre begleitete. Die Ergebnisse belegen, dass ökologisch wertvolle Offenlandbereiche durch die Beweidung mit Rothirschen erhalten bleiben und die Rothirsche gleichzeitig als Wegbereiter zahlreicher geschützter und gefährdeter Arten dienen. Das Projekt wurde am 19. Oktober 2019 zum „Ausgezeichneten Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“ ernannt.

Zur Projekt-Website

F.R.A.N.Z.-ProjektGemeinsam für mehr Vielfalt in der Agrarlandschaft

Blühstreifen am Feldrand erfreuen nicht nur das Auge, sondern auch die Natur. Sie tragen zur Biodiversität auf intensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen bei und sind daher eine von vielen Maßnahmen, die aktuell im bundesweiten Projekt „F.R.A.N.Z. - Für Ressourcen, Agrarwirtschaft und Naturschutz mit Zukunft“ entwickelt und erprobt werden. Das Ziel des Projekts ist es, die Artenvielfalt in der Agrarwirtschaft zu erhalten und zu erhöhen. In zehn Demonstrationsbetrieben finden daher seit 2017 intensive ökologische und sozioökonomische Forschungsarbeiten statt. Das von der Rentenbank mitfinanzierte Projekt steht unter der Schirmherrschaft des Bundeslandwirtschaftsministeriums und des Bundesumweltministeriums. Durchgeführt wird das Verbundprojekt von der Umweltstiftung Michael Otto gemeinsam mit dem Deutschen Bauernverband. Die drei Thünen-Institute für Ländliche Räume, für Biodiversität und für Betriebswirtschaft sowie die Universität Göttingen begleiten das Projekt wissenschaftlich.

Die bisherigen Forschungsergebnisse des Projekts und weitere Informationen können auf der Projekt-Website abgerufen werden.

Zur F.R.A.N.Z.-Webseite

Investitionszuschüsse für die nachhaltige Waldwirtschaft

3. November 2020

Frankfurt. Der Erhalt der Wälder und ihre Anpassung an den Klimawandel sind große Herausforderungen. Die Landwirtschaftliche Rentenbank startet deshalb ein neues Förderprogramm für die nachhaltige Waldwirtschaft: Mit dem Bundesprogramm „Investitionszuschüsse zu Digitalisierung und Technik für die nachhaltige Waldwirtschaft“ können förderfähige Ausgaben beispielsweise für Maschinen mit bis zu 40 % bezuschusst werden. Dieser Zuschuss ist mit einem zinsgünstigen Programmkredit der Rentenbank kombiniert, den die Antragsteller bei ihrer Hausbank beantragen.

Eine Liste aller förderfähigen Investitionen und weitere Informationen zum Programm finden sich unter:

https://www.rentenbank.de/foerderangebote/bundesprogramme/waldwirtschaft/

Dort wird in Kürze ein Online-Portal zur Antragstellung freigeschaltet.

Anträge können Besitzer forstwirtschaftlicher Flächen, forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse, Forstverbände, forstliche Dienstleistungsunternehmen sowie Forstbaumschulen stellen.

Gefördert werden Investitionen zur nachhaltigen und umweltfreundlichen Bewirtschaftung der Wälder, beispielsweise Maschinen und Geräte oder digitale Lösungen für die Waldwirtschaft.

Die Zuschüsse stammen aus dem Konjunkturprogramm der Bundesregierung. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat der Rentenbank die Durchführung des Programms zugewiesen.

 

Hintergrund:
Die Landwirtschaftliche Rentenbank ist die deutsche Förderbank für die Agrarwirtschaft und den ländlichen Raum. Im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrags fördert sie agrarbezogene Vorhaben durch zinsgünstige Finanzierungen, die sie wettbewerbsneutral über die Hausbanken vergibt. Sie refinanziert Banken, Sparkassen und Gebietskörperschaften mit Bezug zum ländlichen Raum. Die Gewinnverwendung unterliegt ebenfalls dem Förderauftrag. Die Bank ist eine bundesunmittelbare Anstalt des öffentlichen Rechts, deren Grundkapital von der Land- und Forstwirtschaft der Bundesrepublik Deutschland aufgebracht wurde. Sie unterliegt dem KWG und wird von der BaFin und der Bundesbank beaufsichtigt. Die Förderbank refinanziert sich an den Finanzmärkten und gehört zu den wenigen Triple-A-Adressen Deutschlands.

 

Diese Presseinformation als PDF

Naturschutzengagement der BImA und der Landwirtschaftlichen Rentenbank als UN-Dekade-Projekt ausgezeichnetIm Land der Wildkatzen und Baumriesen

13. Oktober 2020

Bonn/Friedberg. Der Naturschutz hat Vorrang im Wald Buchenborn bei Friedberg-Ockstadt in Hessen. Seit vier Jahren setzt dort die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) gemeinsam mit der Landwirtschaftlichen Rentenbank zahlreiche Projekte zur Förderung der Biodiversität und des Artenschutzes um. Für diese Arbeit erhielten die Partner nun die Auszeichnung als UN-Dekade-Projekt. Oliver Conz, Staatssekretär im hessischen Umweltministerium, überreichte symbolisch den „Baum der Vielfalt“ an BImA-Vorstandsmitglied Paul Johannes Fietz und an Nikola Steinbock, Bereichsvorstand für das Fördergeschäft der Landwirtschaftlichen Rentenbank.

„Die BImA unterstützt mit ihrem Geschäftsbereich Bundesforst seit vielen Jahren auf ihren Liegenschaften die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt. Die heutige Auszeichnung als UN-Dekade-Projekt unterstreicht diese wichtige Arbeit und zeigt, was hier gemeinsam für den Artenreichtum erreicht wurde“, betont BImA-Vorstandsmitglied Paul Johannes Fietz.

„Als Förderbank für die Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie die Forstwirtschaft sind uns Nachhaltigkeit und Biodiversität wichtige Anliegen. Deshalb sind wir sehr froh, dieses besondere Projekt gemeinsam mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben durchführen zu können. Wir wollen damit zeigen, welchen Beitrag eine behutsame ökologische Waldbewirtschaftung zum Natur- und Artenschutz und damit für unser aller Lebensraum leisten kann“, so Nikola Steinbock, Bereichsvorstand der Rentenbank.

Der symbolische „Baum der Vielfalt“ zeichnet unter anderem drei Einzelprojekte aus, die im Bundesforstbetrieb Schwarzenborn umgesetzt werden.

Alte Baumriesen

Das Projekt „Baumriesen“ hat über tausend alte und großkronige Einzelbäume auf einer Fläche von 500 Hektar im Buchenborner Wald unter Prozessschutz gestellt. Die wertvollen Einzelbäume bleiben in ihrer natürlichen Entwicklung im und mit dem Waldökosystem ungestört. In der Vergangenheit wurden diese Bäume oft geschlagen, bevor sie ihr natürliches Alter von über 300 Jahren erreichen konnten. Sie spielen im Ökosystem jedoch eine wesentliche Rolle: Sie bieten wie ein Schirm Schutz vor Frost sowie zu viel Sonne und tragen damit entscheidend zur natürlichen Verjüngung des Waldes bei. Bis zu ihrem natürlichen Zerfall bieten sie auch zahlreichen Lebewesen ein Zuhause, darunter Vögeln, Fledermäusen und Käfern.

Romantik im „Caspar-David-Friedrich-Wald“

Die Waldweide als frühe Nutzungsform alter Wälder war Bindeglied zwischen Forst- und Landwirtschaft. „An den Eichen wächst der beste Schinken“ hieß das Motto der Schweinehirten des Mittelalters. Im „Caspar-David-Friedrich-Wald“ von Buchenborn wird die Waldweide imitiert: Die Baumbestände werden aufgelichtet und durch Mahd das Wachstum neuer Bäume behindert. Dadurch fällt mehr Licht auf den Waldboden, wovon lichtbedürftige Pflanzen und Tiere profitieren.

Auf leisen Pfoten

Wo kleine Nager sich zwischen Beeren, Eicheln und Bucheckern wohlfühlen, ist sie nicht fern: die Europäische Wildkatze (Felis silvestris). Sie kommt heute wieder in einigen großräumigen Waldlandschaften mit ausgeprägten Saumstrukturen und Lichtungen Deutschlands vor. Nach wie vor gilt sie in ihrem Bestand aber als gefährdet und ist daher streng geschützt. Zerschneidungen der Landschaft durch Straßen- und Siedlungsbau begrenzen ihren natürlichen Aktionsradius dramatisch. Umso mehr profitiert die versteckt lebende Art von dem naturnahen und strukturreichen Wald, den sie nahe Friedberg-Ockstadt vorfindet. Für ihren hohen Anspruch an Deckung findet sie dort Baumhöhlen und Totholzhaufen. Der großflächige, zusammenhängende Waldkomplex bietet außerdem viel Ruhe und Raum für die Aufzucht von Nachwuchs.

Zur Überwachung der Population werden jedes Jahr mit Baldrian versetzte, sogenannte Lockstäbe aufgestellt, an denen die Wildkatzen ihr Revier markie-ren. Die an den Bürsten der Stäbe hinterlassenen feinen Katzenhaare werden regelmäßig durch das Senckenberg Forschungsinstitut genetisch analysiert und dokumentiert.

UN-Dekadeprojekte biologische Vielfalt

Die Initiative UN-Dekade biologische Vielfalt wurde 2011 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen. Sie soll sensibilisieren und Aufmerksamkeit für den Erhalt und Schutz der Artenvielfalt schaffen, die in fast allen Ländern der Erde rückläufig ist. Bis zum Ende des Jahres 2020 werden in ihrem Namen besonders gelungene Aktivitäten und Projekte wie „Der Wald der Baumriesen und Wildkatzen“ unter dem Motto „leben.natur.vielfalt“ ausgezeichnet.

Zur Geschichte der Liegenschaft

Bis zum Abzug der in Friedberg stationierten 1. Panzerdivision im Jahr 2008 wurde das Waldgebiet rund um den Winterstein von den US-Streitkräften genutzt. Schon vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges war der Wald von Buchenborn Exerzier- und Schießplatz. Mit Frei- und Rückgabe des Waldes durch das amerikanische Militär im Jahre 2008 hat der Geschäftsbereich Bundesforst der BImA die Betreuung der Fläche übernommen. Heute ist der Wald das Herz-stück verschiedener Naturschutzprojekte.

 

Hintergrund:

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) ist das zentrale Immobilienunternehmen des Bundes. Es gehört zum Geschäftsbereich des Bundesfinanzministeriums und handelt nach den modernen Standards der Immobilienwirtschaft. Sitz der Zentrale ist Bonn. Aufgabenschwerpunkte sind das einheitliche Immobilienmanagement des Bundes, Immobilienverwaltung und -verkauf sowie die forst- und naturschutzfachliche Betreuung der Geländeliegenschaften. Die BImA verfügt zudem über ein großes Angebot an bezahlbarem Wohnraum, den sie primär im Rahmen der Wohnungsfürsorge Bundesbediensteten zur Verfügung stellt. Die Wohnraumoffensive des Bundes unterstützt die Bundesanstalt, indem sie nun auch selber baut.

Die BImA deckt den Grundstücks- und Raumbedarf der Bundesressorts durch Flächen und Gebäude im eigenen Bestand, durch Neubau, Kauf oder Anmietung. Im Anschluss stellt sie den Nutzern die Liegenschaften auf der Basis von Mietverträgen zur Verfügung. Mit rund 4.600 Dienstliegenschaften verwaltet die BImA nahezu alle Dienstliegenschaften des Bundes, darunter beispielsweise die Verwaltungsgebäude der Ministerien und Oberen Bundesbehörden sowie die kompletten Bundeswehrliegenschaften.

Die Landwirtschaftliche Rentenbank ist die deutsche Förderbank für die Agrarwirtschaft und den ländlichen Raum. Im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrags fördert sie agrarbezogene Vorhaben durch zinsgünstige Finanzierungen, die sie wettbewerbsneutral über die Hausbanken vergibt. Sie refinanziert Banken, Sparkassen und Gebietskörperschaften mit Bezug zum ländlichen Raum. Die Gewinnverwendung unterliegt ebenfalls dem Förderauftrag. Die Bank ist eine bundesunmittelbare Anstalt des öffentlichen Rechts, deren Grundkapital von der Land- und Forstwirtschaft der Bundesrepublik Deutschland aufgebracht wurde. Sie unterliegt dem KWG und wird von BaFin und Bundesbank beaufsichtigt. Die Förderbank refinanziert sich an den Finanzmärkten und gehört zu den wenigen Triple-A-Adressen Deutschlands. Sie erhält keine Mittel aus dem Bundeshaushalt, sondern erwirtschaftet die Mittel zur laufenden Erfüllung ihres gesetzlichen Förderauftrags und Aufrechterhaltung ihres Betriebs selbst.

 

Diese Presseinformation als PDF

Start-up-Preis der Rentenbank: Spoontainable gewinnt mit essbaren Eislöffeln

1. Oktober 2020

Frankfurt. Das Start-up Spoontainable hat mit seinen essbaren Eislöffeln den mit 5 000 Euro dotierten Start-up-Preis 2020 der Landwirtschaftlichen Rentenbank gewonnen.

Die zündende Idee kam den beiden Studentinnen Julia Piechotta und Amelie Vermeer in ihrer Hohenheimer WG, als sie sich darüber ärgerten, dass es kaum sinnvolle Alternativen zu Einwegplastik gab. Nach einigen Experimenten und verschiedenen Prototypen ist die nachhaltige Alternative seit 2019 am Markt.

„Unser Eis- und Dessertlöffel ist plastikfrei, vegan und in der Herstellung klimaneutral. Um Funktionalität und Geschmack zu optimieren, haben wir lange an der Rezeptur getüftelt. Unser Spoonie schmeckt wie ein Keks und sollte auch gegessen werden“, so Julia Piechotta, Mitgründerin von Spoontainable.

Den Löffel gibt es in zwei Geschmacksrichtungen: „classic“ und mit Schokoladengeschmack. Hergestellt werden die Löffel durch Upcycling aus Reststoffen der Lebensmittelverarbeitung. Sie bestehen hauptsächlich aus Haferspelzen bzw. in der Schokovariante aus Kakaoschalenfasern.

Das Heidelberger Start-up erhielt die Auszeichnung als Ergebnis eines Publikumsvotings beim „DemoDay“, dem Finale eines mehrtägigen Start-up-Bootcamps im Frankfurter TechQuartier.

Beim Bootcamp der Rentenbank diskutierten die Gründerinnen und Gründer von zwölf Start-ups ihre Lösungen für den AgTech- und FoodTech-Bereich mit etablierten Unternehmerpersönlich-keiten und Entscheidern aus der Agrarwirtschaft, Experten für Unternehmensgründungen und potenziellen Investoren. In Workshops und Webinaren wurden die Teilnehmer zu Themen wie Wachstumsstrategien, Verhandlungs- und Marketingmethoden geschult. Auf dem Programm standen auch ausführliche Gespräche mit Hans Joachim Fuchtel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, der das Bootcamp am Montag besuchte. Er diskutierte mit den Gründerinnen und Gründern über deren Geschäftsmodelle, gab Ratschläge zu Fördermöglichkeiten und nahm Ideen zur Bewältigung aktueller Herausforderungen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft mit.

 

Hintergrund:
Die Landwirtschaftliche Rentenbank ist die deutsche Förderbank für die Agrarwirtschaft und den ländlichen Raum. Im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrags fördert sie agrarbezogene Vorhaben durch zinsgünstige Finanzierungen, die sie wettbewerbsneutral über die Hausbanken vergibt. Sie refinanziert Banken, Sparkassen und Gebietskörperschaften mit Bezug zum ländlichen Raum. Die Gewinnverwendung unterliegt ebenfalls dem Förderauftrag. Die Bank ist eine bundesunmittelbare Anstalt des öffentlichen Rechts, deren Grundkapital von der Land- und Forstwirtschaft der Bundesrepublik Deutschland aufgebracht wurde. Sie unterliegt dem KWG und wird von BaFin und Bundesbank beaufsichtigt. Die Förderbank refinanziert sich an den Finanzmärkten und gehört zu den wenigen Triple-A-Adressen Deutschlands. Sie erhält keine Mittel aus dem Bundeshaushalt, sondern erwirtschaftet die Mittel zur laufenden Erfüllung ihres gesetzlichen Förderauftrags und Aufrechterhaltung ihres Betriebs selbst.

 

Diese Presseinformation als PDF

Rekord-Nachfrage nach erster Green-Bond-Benchmarkanleihe der Rentenbank

15. September 2020

Frankfurt. Die Landwirtschaftliche Rentenbank hat ihren ersten öffentlichen Green Bond erfolgreich platziert. Das Emissionsvolumen der Benchmarkanleihe mit 7-jähriger Laufzeit wurde auf 1,75 Mrd. Euro festgesetzt. Die Nachfrage betrug knapp 4 Mrd. Euro. „Die Rekordnachfrage für eine Rentenbank-Anleihe zeigt, wie dynamisch sich dieses Marktsegment derzeit entwickelt“, so Horst Reinhardt, Sprecher des Vorstands der Rentenbank. Bei der Platzierung der Anleihe profitierten Investoren, die Nachhaltigkeitsziele explizit in ihrer Anlagestrategie verankert haben, von einer erhöhten Zuteilungsquote.

Nachhaltige Refinanzierung

Das Green-Bond-Framework der Rentenbank steht im Einklang mit den Green-Bond-Principles der ICMA (International Capital Market Association). Dem Framework steht ein Kreditportfolio gegenüber, das aktuell mehr als 2 000 Finanzierungen im Bereich Windanlagen und ca. 21 500 Fotovoltaik-Investitionsprojekte umfasst. Diese Investitionen werden zu einem großen Teil von landwirtschaftlichen Betrieben getätigt. Die deutsche Förderbank für die Agrarwirtschaft und den ländlichen Raum reicht diese Darlehen im Rahmen ihres Programms „Energie vom Land“ aus. Für das Rahmenwerk wurde eine unabhängige „zweite Meinung“ von CICERO Shades of Green eingeholt. CICERO bewertet das Green Bond Framework der Rentenbank mit der bestmöglichen Einstufung „Dark Green“.

„In Deutschland findet die Energiewende überwiegend im ländlichen Raum statt. Dort Fotovoltaik- und Windkraftanlagen zu fördern, dafür stehen unsere Green Bonds. Allein im Jahr 2019 erreichten wir durch die im Kreditportfolio des Green-Bond-Frameworks hinterlegten Anlagen eine CO2-Einsparung von knapp 5 Mio. Tonnen“, so Reinhardt. Berechnet wurde dies vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW).

Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft und stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrats der Rentenbank: „Landwirtschaft und die ländlichen Räume leisten einen wichtigen Beitrag zur Emissionsminderung. Dabei sind Investitionen in erneuerbare Energien ein guter zusätzlicher Baustein, um Nachhaltigkeit und Einkommenssicherung in Einklang zu bringen und gleichzeitig die Wertschöpfung auf dem Land zu steigern. Die Green Bonds der Rentenbank leisten dazu einen wichtigen Beitrag und unterstützen die Klimapolitik der Bundesregierung.“

 

Hintergrund:

Die Landwirtschaftliche Rentenbank ist die deutsche Förderbank für die Agrarwirtschaft und den ländlichen Raum. Im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrags fördert sie agrarbezogene Vorhaben durch zinsgünstige Finanzierungen, die sie wettbewerbsneutral über die Hausbanken vergibt. Sie refinanziert Banken, Sparkassen und Gebietskörperschaften mit Bezug zum ländlichen Raum. Die Gewinnverwendung unterliegt ebenfalls dem Förderauftrag. Die Bank ist eine bundesunmittelbare Anstalt des öffentlichen Rechts, deren Grundkapital von der Land- und Forstwirtschaft der Bundesrepublik Deutschland aufgebracht wurde. Sie unterliegt dem KWG und wird von BaFin und Bundesbank beaufsichtigt. Die Förderbank refinanziert sich an den Finanzmärkten und gehört zu den wenigen Triple-A-Adressen Deutschlands. Sie erhält keine Mittel aus dem Bundeshaushalt, sondern erwirtschaftet die Mittel zur laufenden Erfüllung ihres gesetzlichen Förderauftrags und Aufrechterhaltung ihres Betriebs selbst.

 

Diese Presseinformation als PDF

Herausforderung Klimawandel – Rehwinkel-Stiftung der Rentenbank präsentiert Forschungsergebnisse

5. Juni 2019

Frankfurt. Der Beitrag der 28 EU-Staaten zu den weltweiten agrarrelevanten Treibhausgas-Emissionen (THG) ist laut Prof. Dr. Martin Banse und Dr. Viktoriya Sturm vom Braunschweiger Thünen-Institut für Marktanalyse relativ gering. Maßnahmen zu deren Vermeidung seien aber dennoch wichtig, so die Wissenschaftler. Am wirkungsvollsten sei eine CO2-Steuer auf spezifische agrarrelevante THG-Emissionen. Dazu formulieren Banse und Sturm drei Optionen einer CO2-Steuer auf EU-Ebene. Dass klimarelevante Gase aus der Landwirtschaft nicht völlig zu vermeiden sind, ist wiederum Ergebnis einer von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen unter Leitung von Talke Heidkroß durchgeführten Studie. Die Produktion könne aber effizienter gestaltet werden, sodass weniger klimaschädliche Gase emittiert werden. Im Projekt wurden gemeinsam mit Schweinemastbetrieben und Beratungsorganisationen Klimabilanzierungen durchgeführt und Maßnahmen zur Verbesserung der Klimaeffizienz in der Schweinemast identifiziert.

Beide Studien sind Teil der zum Thema „Herausforderung Klimawandel – Auswirkungen auf die Landwirtschaft und Anpassungsstrategien“ von der Edmund Rehwinkel-Stiftung der Landwirtschaftlichen Rentenbank geförderten Forschungsarbeiten, die heute in Berlin vorgestellt wurden. Dort präsentierten auch Professorin Jana Zinkernagel von der Hochschule Geisenheim University, Professor Uwe Latacz-Lohmann und Professor Friedrich Taube (beide Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) ihre Forschungsergebnisse. Während Professorin Zinkernagel untersuchte, wie sich der Klimawandel auf den Anbau und Bewässerungsbedarf von Freilandgemüse auswirkt, befasste sich Professor Latacz-Lohmann mit der Akzeptanz von Maßnahmen beim vertraglichen Moorschutz seitens betroffener Landwirte. Professor Taube analysierte den Wurzelumsatz gängiger Futterpflanzen sowie die daraus resultierenden CO2-Emissionen und bestimmte das Potenzial verschiedener Grünlandarten zur Erhöhung der Kohlenstoffvorräte im Boden.

Der Sprecher des Vorstands der Rentenbank und Vorstandsvorsitzende der Edmund Rehwinkel-Stiftung, Dr. Horst Reinhardt, würdigte die fünf Arbeiten als wichtige Beiträge zur aktuellen Diskussion um die Klimaveränderungen. „Spätestens seit dem Hitzesommer 2018 weiß jeder um die großen Herausforderungen eines fortschreitenden Klimawandels. Die Landwirtschaft ist sich ihrer Rolle und ihrer Verantwortung bewusst. Für sie geht es dabei um den Erhalt ihrer Produktionsgrundlage“, so Reinhardt. Die Studien böten dazu eine Reihe konkreter Handlungsempfehlungen.

Moderiert wurde die Tagung vom Chefredakteur des Magazins „top agrar“, Dr. Ludger Schulze Pals.

Bereits am Vorabend des Symposiums nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit zum Gedankenaustausch mit dem ehemaligen Astronauten Dr. Ulf Merbold. In seinem Gastvortrag zeigte Merbold auf, welchen Beitrag die Weltraumforschung zum Klimaschutz leisten kann. Die globale Beobachtung aus dem All liefere vor allem wichtige Daten. Satelliten sorgten schon heute für effiziente Steuerungsprozesse und Fernüberwachung, gerade auch in der Landwirtschaft. Die Wissenschaft werde auch in Zukunft wichtige Erkenntnisse zum Klimawandel liefern. Es sei aber Aufgabe der Politik, auf dieser Grundlage die nötigen Entscheidungen zur Reduzierung von Emissionen zu treffen.

Die Forschungsbeiträge sind in Band 35 der „Schriftenreihe der Rentenbank“ erschienen und können kostenlos bestellt werden (Tel. 069/2107-363, Fax -6447 oder über das Bestellformular). Dieser und frühere Bände der Schriftenreihe sind auch als PDF unter Publikationen kostenlos abrufbar.

 

Service:

Die Edmund Rehwinkel-Stiftung der Landwirtschaftlichen Rentenbank wurde 1974 zur Erinnerung an den früheren Bauernpräsidenten und langjährigen Vorsitzenden des Verwaltungsrates der Rentenbank ins Leben gerufen. Ziel der Stiftung ist die Förde­rung von agrarbezogener Wissenschaft und Forschung. Die Stiftung schreibt dazu ein­mal im Jahr ein aktuelles Schwerpunktthema aus. Interessierte können sich darauf mit einer Projektskizze um Förderung bewerben. Darüber hinaus vergibt die Stiftung Stipendien an Studierende, die ihren Master mit agrar- oder ernährungswissenschaft­lichem Schwerpunkt an einer deutschen Hochschule absolvieren. Unter dem Titel „Wissenschaft.Praxis.Dialog“ fördert die Stiftung zusätzlich den Austausch zwischen der forschenden Wissenschaft und der land- sowie ernährungswirtschaftlichen Praxis. Nähere Informationen unter www.rehwinkel-stiftung.de.


Das beigefügte Foto des Edmund Rehwinkel-Symposium in Berlin zeigt von links nach rechts:
Ansgar Lasar (Landwirtschaftskammer Niedersachsen), Dir. u. Prof. PD Martin Banse (Thünen-Institut für Marktanalyse, Braunschweig), Dr. Ludger Schulze Pals (Moderation, Chefredakteur top agrar), Prof. Dr. Uwe Latacz-Lohmann (Universität Kiel), Prof. Dr. Jana Zinkernagel (Hochschule Geisenheim University), Dr. Carsten Malisch (Universität Kiel)

Diese Presseinformation als PDF

Herausforderung Klimawandel: Rehwinkel-Stiftung lädt zum Symposium ein

20. Mai 2019

Die Edmund Rehwinkel-Stiftung der Landwirtschaftlichen Rentenbank lädt am 5. Juni 2019 zu einem Symposium nach Berlin ein. Vorgestellt werden dabei von der Stiftung geförderte wissenschaftliche Studien zum hochaktuellen Thema „Herausforderung Klimawandel – Auswirkungen auf die Landwirtschaft und Anpassungsstrategien“.

Ansicht 3

Die Arbeiten analysieren unter anderem die Einführung marktbasierter Instrumente (Preissetzung) zur Minderung agrarrelevanter Treibhausgas-Emissionen, Potenziale zur Verbesserung der Klimaeffizienz in der Schweinemast und Auswirkungen des Klimawandels auf den Bewässerungsbedarf von Freilandgemüse. Die Autorinnen und Autoren liefern mit ihren Ergebnissen landwirtschaftlichen Betrieben eine Reihe von Handlungsempfehlungen für den Umgang mit Klimaveränderungen. Gleichzeitig befassen sie sich mit dem möglichen Beitrag der Landwirtschaft zur Klimaschutzpolitik der Bundesregierung.

Die Teilnehmer des Symposiums erwartet ein spannender Vormittag, der neben der Vorstellung der Studien auch eine mit hochkarätigen Experten besetzte Podiumsdiskussion bietet. Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos. Interessierte können sich unter www.rentenbank.de/symposium-tagung2019 anmelden. Dort befindet sich auch das Programm zur Veranstaltung.


Service:

Die Edmund Rehwinkel-Stiftung der Landwirtschaftlichen Rentenbank wurde 1974 zur Erinnerung an den früheren Bauernpräsidenten und langjährigen Vorsitzenden des Verwaltungsrates der Rentenbank ins Leben gerufen. Ziel der Stiftung ist die Förde-rung von agrarbezogener Wissenschaft und Forschung. Die Stiftung schreibt dazu ein-mal im Jahr ein aktuelles Schwerpunktthema aus. Interessierte können sich darauf mit einer Projektskizze um Förderung bewerben. Darüber hinaus vergibt die Stiftung Stipendien an Studierende, die ihren Master mit agrar- oder ernährungswissenschaft-lichem Schwerpunkt an einer deutschen Hochschule absolvieren. Unter dem Titel „Wissenschaft.Praxis.Dialog“ fördert die Stiftung zusätzlich den Austausch zwischen der forschenden Wissenschaft und der land- sowie ernährungswirtschaftlichen Praxis. Nähere Informationen unter www.rehwinkel-stiftung.de.

Diese Presseinformation als PDF

Rentenbank schafft neue Fördersparte „Forstwirtschaft“

17. Mai 2019

Frankfurt. Die Landwirtschaftliche Rentenbank bündelt und erweitert ihre Aktivitäten zur Förderung der Forstwirtschaft in einer neuen Fördersparte. Insbesondere vor dem Hintergrund des Klimawandels steht die Waldbewirtschaftung vor großen Herausforderungen. Zunehmende Wetterextreme führen zu immer größeren Schäden.

Forstwirtschaft | © Manfred Ruckszio / fotolia

„Mit unserer neuen Fördersparte ‚Forstwirtschaft‘ ergänzen wir die bestehenden Förderangebote von Bund und Ländern und unterstützen insbesondere Anstrengungen, den Wald standortangepasster und widerstandsfähiger zu machen“, so Horst Reinhardt, Sprecher des Vorstands der Rentenbank.

Die Förderdarlehen richten sich an Waldeigentümer, forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse und Waldgenossenschaften sowie Pächter von Waldflächen, unabhängig von der gewählten Rechtsform.

Bundeswaldministerin Julia Klöckner begrüßt das Engagement der Rentenbank: „Unsere Wälder haben durch die Stürme und die anhaltende Dürre des vergangenen Jahres sowie durch den Borkenkäferbefall massiv Schaden genommen. Die Waldbesitzer und Forstwirte nun bei der Aufgabe zu unterstützen, das Ökosystem Wald robuster zu machen gegenüber dem Klimawandel, ist wichtig und kommt uns allen zugute. Denn gesunde Wälder sind Klimaschützer, Erhalter von Biodiversität und Erholungsorte für die Bürgerinnen und Bürger. Bund und Länder haben bereits neue Fördermaßnahmen auf den Weg gebracht, die durch die neue Fördersparte verstärkt werden.“

Zu den besonders günstigen „Top-Konditionen“ werden beispielsweise Ausgaben für die Erstaufforstung, für den klima- und standortangepassten Waldumbau, für gemeinschaftlich genutzte Maschinen oder Holzlagerstätten sowie Ausgaben für die Lagerung und Wiederaufforstung bei Extremwetter- oder sonstigen Schadenereignissen finanziert.

Bei allen Programmkrediten der deutschen Förderbank für die Agrarwirtschaft und den ländlichen Raum sind die Kreditanträge an die Hausbank zu richten. In Abhängigkeit von der Bonität und der Werthaltigkeit der Sicherheiten nehmen die Hausbanken die Einstufung in die jeweilige Preisklasse vor.

Service-Nummer Kreditanfragen: 069/2107-700

 

Hintergrund:
Die Landwirtschaftliche Rentenbank ist die deutsche Förderbank für die Agrarwirtschaft und den ländlichen Raum. Im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrags fördert sie agrarbezogene Vorhaben durch zinsgünstige Finanzierungen, die sie wettbewerbsneutral über die Hausbanken vergibt. Sie refinanziert Banken, Sparkassen und Gebietskörperschaften mit Bezug zum ländlichen Raum. Die Gewinnverwendung unterliegt ebenfalls dem Förderauftrag. Die Bank ist eine bundesun-mittelbare Anstalt des öffentlichen Rechts, deren Grundkapital von der Land- und Forstwirtschaft der Bundesrepublik Deutschland aufgebracht wurde. Die Förderbank refinanziert sich an den Finanzmärkten und gehört zu den wenigen Triple-A-Adressen Deutschlands.

Diese Pressemitteilung enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf gegenwärtigen Erwartungen, Annahmen, Vermutungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen basieren. Hierbei handelt es sich insbesondere um Aussagen hinsichtlich unserer Pläne, Geschäftsstrategien und -aussichten. Wörter wie "erwarten", "antizipieren", "beabsichtigen", "planen", "glauben", "anstreben", "schätzen" und ähnliche Begriffe kennzeichnen solche zukunftsgerichteten Aussagen. Diese Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen zu verstehen, sondern sie sind vielmehr von Faktoren abhängig, die Risiken und Unwägbarkeiten beinhalten und auf Annahmen beruhen, die sich ggf. als unrichtig erweisen. Sofern keine anders lautenden gesetzlichen Bestimmungen bestehen, können wir keine Verpflichtung zur Aktualisierung der zukunftsgerichteten Aussagen nach Veröffentlichung dieser Information übernehmen.

Diese Presseinformation als PDF

Rentenbank begibt ihren ersten „Kangaroo“-Renewable-Energy-Bond

2. Januar 2018

Die Landwirtschaftliche Rentenbank hat einen Renewable-Energy-Bond über 100 Mio. Australische Dollar begeben, der vollständig bei Mitsui Life Insurance Company Limited platziert wurde. Die Anleihe hat eine Laufzeit von 15 Jahren und ist der erste Kangaroo-Socially-Responsible-Investment-Bond (SRI-Bond) der deutschen Förderbank für die Agrarwirtschaft und den ländlichen Raum.

Windkraft

„Das Engagement von Mitsui Life hilft uns dabei, Projekte im Bereich erneuerbarer Energien in Deutschland zu fördern. Der Emissionserlös wird vollständig der Förderung von Wind­energieanlagen mit einer installierten Leistung von rund 79 Megawatt zugeordnet, die eine durchschnittliche CO2-Einsparung von jährlich rund 89 000 Tonnen ermöglichen“, so Horst Reinhardt, Sprecher des Vorstands der Rentenbank.

„Wir streben an, unser Portfolio auf nachhaltige und sichere Investments auszurichten. Genau das bietet uns Deutsch­lands Triple-A-geratete Förderbank für die Agrarwirtschaft und den ländlichen Raum. Wir sind sehr erfreut, mit der Investition in SRI-Bonds der Rentenbank zur Förderung von erneuerbaren Energien in Deutschland beizutragen“, so Tetsuo Kushibe, Executive Director, Executive Managing Officer von Mitsui Life.

Als alleiniger Bookrunner agierte die Deutsche Bank. „Mitsui Life ist ein wichtiger Investor im SRI-Markt. Die Deutsche Bank freut sich, die Refinanzierung von Windenenergieanla­gen in Deutschland durch den internationalen Kapitalmarkt zu ermöglichen und die Rentenbank als top-geratete SSA-Emittentin bei der Aufnahme in das SRI-Portfolio von Mitsui Life unterstützen zu können“, sagte Stefan Reiner, Director, Global Capital Markets der Deutschen Bank.


Hintergrund:
Die Landwirtschaftliche Rentenbank ist die deutsche Förderbank für die Agrarwirtschaft und den länd­lichen Raum. Im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrags fördert sie agrarbezogene Vorhaben durch zins­günstige Finanzierungen, die wettbewerbsneutral über die Hausbanken vergeben werden. Auch die Gewinnverwendung unterliegt dem Förderauftrag. Die Bank ist eine bundesunmittelbare Anstalt des öffentlichen Rechts, deren Grundkapital von der Land- und Forstwirtschaft der Bundesrepublik Deutschland aufgebracht wurde. Die Förderbank gehört zu den wenigen Triple-A-Adressen Deutschlands und refinanziert sich überwiegend an den internationalen Finanzmärkten.

Diese Presseinformation als PDF

Rentenbank begibt Renewable Energy Bond

2. Oktober 2017

Die Landwirtschaftliche Rentenbank  hat einen Renewable Energy Bond über 50 Mio. US-Dollar emittiert, der vollstän­dig bei der Nippon Life Insurance Company (Nippon Life, Japans führender privater Lebensversicherer) platziert wurde. Die Laufzeit der Anleihe beträgt 10 Jahre. Es ist der erste Socially Responsible Investment (SRI) Bond der Förderbank für die Agrarwirtschaft und den ländlichen Raum, der als Privatplatzierung an einen institutionellen Investor außerhalb Europas geht.

Windkraft

„Wir freuen uns über das Engagement von Nippon Life. Der SRI Bond hilft uns dabei, Projekte im Bereich erneuerbarer Energien in Deutschland zu finanzieren. Im Rahmen unseres Förderauftrags tragen wir mit unseren Finanzierungen dazu bei, dass Deutschland seine ambitionierten langfristigen Klimaschutzziele erreichen kann“, so Horst Reinhardt, Sprecher des Vorstands der Rentenbank.

Die Rentenbank nutzt den Emissionserlös, um Förderdarlehen für Windkraftanlagen zu finanzieren. „Ich bin hocherfreut, mit dieser Investition zur Förderung von erneuerbaren Energien in Deutschland beizutragen. Nippon Life wird das Verständnis für Umweltinitiativen weiter stärken und auch künftig weltweit nachhaltige Investments anstreben, so wie es unsere Kunden von uns erwarten“, so Hiroshi Ozeki, CIO von Nippon Life.

Als Lead Manager begleitete die Commerzbank den SRI Bond. „Nippon Life ist ein wichtiger Investor in diesem Markt. Die Commerzbank freut sich, die Rentenbank bei der Aufnahme in das SRI-Portfolio von Nippon Life unterstützen zu können“, sagte Sylvia Moussalli, Leiterin Public Sector & Frequent Borrowers der Commerzbank.

Diese Presseinformation als PDF

Über 1 000 Kauri-Bäume für Neuseeland-Anleihen der Rentenbank gepflanzt

24. Mai 2017

Die Landwirtschaftliche Rentenbank in Frankfurt am Main refinanziert sich auch am neuseeländischen Kapitalmarkt. Der sogenannte „Kauri-Markt“ ist nach dem größten auf Neuseeland heimischen Baum benannt. Vor zehn Jahren begab die deutsche Förderbank für die Agrarwirtschaft und den ländlichen Raum ihren ersten „Kauri-Bond“ über 275 Mio. Neuseeländische Dollar (NZD). Das entspricht nach aktuellem Wechselkurs etwa 170 Mio. Euro. Seitdem begibt sie dort regelmäßig Anleihen. Gemessen am Gesamtvolumen der platzierten Anleihen von knapp 4 Mrd. NZD (etwa 2,49 Mrd. Euro), ist die Rentenbank einer der bedeutendsten Emittenten am Kauri-Markt.

Die unter Naturschutz stehenden Kauri-Bäume, die in der Mythologie der Māori eine wichtige Rolle spielen, sind nicht nur Namensgeber für diesen Anleihemarkt, sondern sie profitieren auch ganz konkret davon, nämlich durch ein Programm der Bank of New Zealand (BNZ). Die BNZ pflanzt zusammen mit der gemeinnützigen Nichtregierungsorganisation „Kauri 2000 Trust“ auf der Coromandel-Halbinsel pro Transaktion auf dem Kauri-Markt 100 Kauri-Bäume. Über die BNZ hat die Rentenbank bereits elf Kauri-Transaktionen getätigt. So ist dort allein durch Rentenbank-An­leihen in den letzten zehn Jahren ein kleiner Wald von 1 100 jungen Kauri-Bäumen entstanden.

„Wir arbeiten permanent daran, unsere Investorenbasis auf den internationalen Kapitalmärkten zu verbreitern und zu diversifizieren. Denn eine günstige Refinanzierung leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, dass wir unseren gesetzlichen Förderauftrag in Deutschland effizient erfüllen können. Es freut uns natürlich ganz besonders, wenn dadurch zusätzlich auch noch ein Naturschutzprojekt am anderen Ende der Welt unterstützt wird“, so Horst Reinhardt, Sprecher des Vorstands der Rentenbank.

Der Kauri-Markt wurde für ausländische Emittenten durch eine Entscheidung der neuseeländischen Zentralbank attraktiv. Da Neuseeland aufgrund seiner geringen Staatsverschuldung immer weniger Staatsanleihen ausgab, drohte der dortige Anleihemarkt auszutrocknen. Deshalb erkannte die Reserve Bank of New Zea­land (RBNZ) 2007 unter anderem auch Anleihen der Rentenbank als sogenannte repofähige Sicherheiten an. Die Rentenbank verfügt als bundesunmittelbare Anstalt des öffentlichen Rechts mit expliziter Haftungszusage des Bundes für ihre Verbindlichkeiten über ein Triple-A-Rating der drei großen Rating-Agenturen.

Hintergrund:
Die Landwirtschaftliche Rentenbank ist die deutsche Förderbank für die Agrarwirtschaft und den ländlichen Raum. Im Rah­men ihres gesetzlichen Auftrags fördert sie agrarbezogene Vorhaben durch zinsgünstige Fi­nan­zie­rungen, die wettbewerbsneutral über die Hausbanken vergeben werden. Auch die Ge­winn­ver­wen­dung unterliegt dem Förderauftrag. Die Bank ist eine bundesunmittelbare Anstalt des öffentlichen Rechts, deren Grund­ka­pital von der Land- und Forstwirtschaft der Bundesrepublik Deutschland aufgebracht wurde. Die Förderbank gehört zu den wenigen Triple-A-Adressen Deutschlands und refinanziert sich überwiegend an den internationalen Finanzmärkten.

Diese Presseinformation als PDF

Rentenbank engagiert sich für Klima- und Artenschutz durch ökologische Waldbewirtschaftung

14. Dezember 2016

Die Landwirtschaftliche Rentenbank und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) haben einen Rahmenvertrag über die langfristige ökologische Bewirtschaftung von 550 Hektar Wald in der hessischen Wetterau unterzeichnet. Finanziert von der Rentenbank, führt der Bundesforstbetrieb Schwarzenborn auf seiner Fläche im Forstrevier Buchenborn ab Januar 2017 zahlreiche Biotopverbesserungs- und Artenschutzmaßnahmen durch. „Mit unserem langfristig angelegten Engagement leisten wir einen aktiven Beitrag zum Klima- und Artenschutz, und das in unmittelbarer Nähe zu unserem Sitz in Frankfurt am Main...

© emer / Fotolia

Die Landwirtschaftliche Rentenbank und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) haben einen Rahmenvertrag über die langfristige ökologische Bewirtschaftung von 550 Hektar Wald in der hessischen Wetterau unterzeichnet. Finanziert von der Rentenbank, führt der Bundesforstbetrieb Schwarzenborn auf seiner Fläche im Forstrevier Buchenborn ab Januar 2017 zahlreiche Biotopverbesserungs- und Artenschutzmaßnahmen durch.

„Mit unserem langfristig angelegten Engagement leisten wir einen aktiven Beitrag zum Klima- und Artenschutz, und das in unmittelbarer Nähe zu unserem Sitz in Frankfurt am Main. Zusätzlich soll das Projekt Modellcharakter haben: Wir wollen zeigen, welchen Beitrag eine schonende Waldbewirtschaftung zum Natur- und Umweltschutz leisten kann“, so Dr. Horst Reinhardt, Sprecher des Vorstands der Rentenbank.

Die Bewirtschaftung der Fläche erfolgt nach besonders strengen Grundsätzen. Dazu zählen beispielsweise die Anreicherung von Alt- und Totholz, der vollständige Verzicht auf Biozide und ein standortgerechter Bewuchs. Sowohl der Weltklimarat als auch der Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung bescheinigen der nachhaltigen Waldbewirtschaftung eine große Bedeutung als „CO2-Senke“. Denn es werden Emissionen reduziert und Kohlenstoff wird gespeichert.

Ein zweites wichtiges Ziel des Projekts ist der Artenschutz. Ihm dienen die Fräsung von Bruthöhlen, das Anlegen von Feuchtbiotopen, Sonderprojekte für Alt- und Totholzbewohner und Maßnahmen für Fledermäuse, Luchse und Wildkatzen.

 

Hintergrund:
Die Landwirtschaftliche Rentenbank ist die deutsche Förderbank für die Agrar­wirt­schaft. Im Rah­men ihres gesetzlichen Auftrags fördert sie agrarbezogene Vorhaben durch zinsgünstige Fi­nan­zie­rungen, die wettbewerbsneutral über die Hausbanken ver­geben werden. Auch die Ge­winn­ver­wen­dung unterliegt dem För­derauftrag. Die Bank ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts, deren Grund­ka­pital von der Land- und Forstwirt­schaft der Bundesrepublik Deutschland aufgebracht wurde. Die Förderbank gehört zu den wenigen Triple-A-Adressen Deutschlands und refinanziert sich überwiegend an den internationalen Finanzmärkten.

Diese Presseinformation als PDF

Pressemeldungen

3. November 2020

Investitionszuschüsse für die nachhaltige Waldwirtschaft

13. Oktober 2020

Naturschutzengagement der BImA und der Landwirtschaftlichen Rentenbank als UN-Dekade-Projekt ausgezeichnet

1. Oktober 2020

Start-up-Preis der Rentenbank: Spoontainable gewinnt mit essbaren Eislöffeln

15. September 2020

Rekord-Nachfrage nach erster Green-Bond-Benchmarkanleihe der Rentenbank

5. Juni 2019

Herausforderung Klimawandel – Rehwinkel-Stiftung der Rentenbank präsentiert Forschungsergebnisse

20. Mai 2019

Herausforderung Klimawandel: Rehwinkel-Stiftung lädt zum Symposium ein

17. Mai 2019

Rentenbank schafft neue Fördersparte „Forstwirtschaft“

2. Januar 2018

Rentenbank begibt ihren ersten „Kangaroo“-Renewable-Energy-Bond

2. Oktober 2017

Rentenbank begibt Renewable Energy Bond

24. Mai 2017

Über 1 000 Kauri-Bäume für Neuseeland-Anleihen der Rentenbank gepflanzt

14. Dezember 2016

Rentenbank engagiert sich für Klima- und Artenschutz durch ökologische Waldbewirtschaftung

Ihr Ansprechpartner

Ines Kefer
Ines Kefer

Tel.: 069-2107-494