Edmund Rehwinkel-Stiftung

Ausschreibung 2017

Thema
Seit die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) 1962 in Kraft getreten ist, hat sie zahlreiche Reformen durchlaufen. Mit jeder Reform wurde die EU-Agrarpolitik an die jeweils aktuellen Gegebenheiten und mehr noch an künftige Entwicklungen angepasst.

Für das Jahr 2017 sind eine Überprüfung des Greening sowie ein Weißbuch zur GAP nach 2020 vorgesehen. Es geht also zum einen um Korrekturen der laufenden Ausgestaltung der GAP (2014-2020). Zum anderen geht es aber auch schon um Überlegungen, wie eine Agrarpolitik nach 2020 weiterzuentwickeln ist. Das Spektrum der Ideen ist bekanntermaßen recht breit. Was dringend erforderlich scheint, ist eine Diskussion über die künftige Grundausrichtung der GAP, über Ziele mit definierten Größen und messbaren Indikatoren, aber auch über neue innovative Instrumente zur Zielerreichung und über die Implementierung der Politik mit möglichst geringen Bürokratielasten.

Die Edmund Rehwinkel-Stiftung möchte mit wissenschaftlichen Studien die genannten Herausforderungen genauer analysieren und Lösungsansätze dafür erarbeiten lassen. Sie schrieb daher das Thema aus:

„Innovative Agrarpolitik nach 2020“

Zur Förderung ausgewählte Studien:

  1. Prof. Dr. Dr. Uwe Latacz-Lohmann, Universität Kiel
    „Präferenzen von Landwirten und Bürgern für die Gestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2020“
     
  2. Prof. Dr. Martin Odening, Humboldt-Universität zu Berlin und Prof. Dr. Oliver Mußhoff, Universität Göttingen
    „Agrarpolitische Optionen zur Reduzierung von Preis- und Ertragsrisiken“
     
  3. Dr. Kirsten Urban und Dr. Ole Boysen, Universität Hohenheim
    „Alternativen zur Einkommensstabilisierung - Sicherheitsnetze in der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2020“
     
  4. Prof. Dr. Vera Bitsch, TU München
    „Weiterentwicklung der zweiten Säule der GAP nach 2020 zur Erleichterung des Generationswechsels und der Betriebsnachfolge“
     
  5. Dr. Frederik Volckens, BB Göttingen GmbH
    „Benötigen Ackerbaubetriebe in offenen Märkten Direktzahlungen - oder, was müsste der Gesellschaft eine Extensivierung der heimischen Pflanzenproduktion wert sein?“

Die Ergebnisse der geförderten Studien werden beim Symposium 2018 der Stiftung vorgestellt. Die Stiftung behält sich alle Rechte der Veröffentlichung und sonstigen Verwertung der Ergebnisse vor.

Ansprechpartner

Christian Pohl
Tel: 069/2107-376
Fax: 069/2107-6459
E-Mail an Christian Pohl