Presse

Wohin führt der Weg der Zuckerrübe?

26. April 2017

„Agrar Spezial“ der Rentenbank zur Liberalisierung des Zuckermarkts 

Im Oktober 2017 wird der europäische Zuckermarkt liberalisiert. Damit steht die heimische Zuckerrübe im freien Wettbewerb mit dem tropischen Zuckerrohr, aus dem schon heute rund 80 Prozent der weltweiten Zuckermenge erzeugt werden. Welche Folgen hat das für die deutschen Rübenbauern und ihre Abnehmer? Eine ausführliche Marktanalyse bietet das diesjährige „Agrar Spezial“ im Geschäftsbericht der Landwirtschaftlichen Rentenbank.

„Zucker ist ein wichtiger Rohstoff für die deutsche Agrarwirtschaft“, betonte Horst Reinhardt, Sprecher des Vorstands, bei der Bilanzpressekonferenz der Ren­tenbank in Frankfurt am Main. Er wies darauf hin, dass Deutschland mit seinem günstigen Klima zu den führenden Anbaunationen in der Europäischen Union gehöre und dass auch die verarbeitenden Betriebe dort überaus erfolgreich seien. Für die Zukunft prognostizierte Reinhardt zuversichtlich: „Der Rübenanbau wird in Deutschland auch langfristig attraktiv bleiben. Unsere Rübenbauern sind gut gerüstet für die Liberalisierung“. Er begründete das vor allem mit der weltweit steigenden Nachfrage nach Zucker. Auch sei mit weiteren Fortschritten bei Züchtung und Anbaumethoden zu rechnen.

Die positiven Zukunftsaussichten der Rübenbauern belegen auch die Daten des „Investitions- und Konjunkturbarometers Agrar“. Zumindest schätzen die befragten Landwirte darin ihre Perspektiven selbst über­wiegend sehr positiv ein: Jeder zweite deutsche Rübenbauer will seine Zuckerrübenproduktion in den nächsten Jahren ausweiten, nur 5 Prozent denken an eine Verringerung. 

Das „Agrar Spezial“ im Geschäftsbericht der Rentenbank widmet sich traditionell einem Schwerpunktthema aus der Agrarwirtschaft. In diesem Jahr untersuchte das Research-Team der Rentenbank die Geschichte von Zuckermarkt und -produktion in Deutschland, der EU und weltweit, aber auch neue Vermarktungspotenziale der vielseitigen Feldfrucht. Zudem wurden Preise, Produktionsmengen und -methoden, aber auch Konkurrenten und Risiken analysiert. Die Studie steht unter www.rentenbank.de zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Hintergrund:

Die Landwirtschaftliche Rentenbank ist die deutsche Förderbank für die Agrarwirtschaft und den ländlichen Raum. Im Rah­men ihres gesetzlichen Auftrags fördert sie agrarbezogene Vorhaben durch zinsgünstige Fi­nan­zie­rungen, die wettbewerbsneutral über die Hausbanken vergeben werden. Auch die Ge­winn­ver­wen­dung unterliegt dem Förderauftrag. Die Bank ist eine bundesunmittelbare Anstalt des öffentlichen Rechts, deren Grund­ka­pital von der Land- und Forstwirtschaft der Bundesrepublik Deutschland aufgebracht wurde. Die Förderbank gehört zu den wenigen Triple-A-Adressen Deutschlands und refinanziert sich überwiegend an den internationalen Finanzmärkten.

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