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Arbeitsmarkt, Ausbildung und Migranten in der Landwirtschaft – Edmund Rehwinkel-Stiftung präsentiert Forschungsergebnisse

31. Mai 2017

„Durch den technischen Fortschritt steigt der Bedarf an höher qualifizierten Arbeitskräften in der Landwirtschaft stetig an. Das gilt auch für die Anforderungen an die Aus- und Weiterbildung. Gleichzeitig bietet die Branche aber nach wie vor auch weniger qualifizierten Arbeitskräften Beschäftigungschancen.“ Zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt könne die Landwirtschaft ebenfalls einen wichtigen Beitrag leisten. So fasst Dr. Horst Reinhardt, Sprecher des Vorstands der Landwirtschaftlichen Rentenbank und Vorstandsvorsitzender der Edmund Rehwinkel-Stiftung, einige der Ergebnisse von fünf wissenschaftlichen Studien zusammen, welche die Stiftung bei ihrem jährlichen Symposium in Berlin vorgestellt hat.

Die Teilnehmer des Symposiums diskutierten mit den Autoren der Studien Prof. Dr. Markus Beinert (Hochschule Weihenstephan-Triesdorf), Dr.  Carsten Holst, Prof. Dr. Stephan v. Cramon-Taubadel, Prof. Dr. Ludwig Theuvsen (alle Georg-August-Universität Göttingen), Prof. Dr. Rainer Kühl (Justus-Liebig-Universität Gießen), Prof. Dr. Dirk Plickat (Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften) und Dr. Matthias Heyder (Landwirtschaftskammer Niedersachsen).

Einen Einblick aus der Sicht eines Arbeitgebers gewährte der Vizepräsident des Zentralverbands Gartenbau e. V., Wilhelm Böck. Der Gärtnermeister aus Neufarn bei München beschäftigt in seinem Gemüsebaubetrieb seit Jahren auch Flüchtlinge und berichtete über seine Erfahrungen bei der Integration in den Betrieb. Moderiert wurde das Symposium vom Chefredakteur des Magazins „top agrar“, Dr. Ludger Schulze Pals.

Bereits am Vorabend der Veranstaltung nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit zum Gedankenaustausch mit Florian Gerster, dem Vorstandsvorsitzenden des Bundesverbands Paket und Expresslogistik e. V. (BIEK) und ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit. Gerster ging insbesondere auf die Beschäftigungschancen gering qualifizierter Flüchtlinge ein und zog dabei aufschlussreiche Parallelen zwischen den Branchen Logistik und Landwirtschaft.

Die Studien sind in Band 33 der „Schriftenreihe der Rentenbank“ veröffentlicht und können kostenlos bestellt werden (Tel. 069/2107-363; Fax -6447; www.rentenbank.de). Dieser und frühere Bände der Schriftenreihe sind auch als PDF auf der Homepage der Rentenbank kostenlos abrufbar.

Service:
Die Edmund Rehwinkel-Stiftung der Landwirtschaftlichen Rentenbank wurde 1974 zur Erinnerung an den früheren Bauernpräsidenten und langjährigen Vorsitzenden des Verwaltungsrates der Rentenbank ins Leben gerufen. Ziel der Stiftung ist die Förderung von agrarbezogener Wissenschaft und Forschung. Die Stiftung schreibt dazu einmal im Jahr ein aktuelles Schwerpunktthema aus. Interessierte können sich darauf mit einer Projektskizze um Förderung bewerben. Darüber hinaus vergibt die Stiftung Stipendien an Studierende, die ihren Master mit agrar- oder ernährungswissenschaftlichem Schwerpunkt an einer deutschen Hochschule absolvieren. Unter dem Titel „Wissenschaft.Praxis.Dialog“ fördert die Stiftung zusätzlich den Austausch zwischen der forschenden Wissenschaft und der land- sowie ernährungswirtschaftlichen Praxis. Nähere Informationen unter www.rehwinkel-stiftung.de.

v. l. n. r.: Prof. Dr. Stephan von Cramon-Taubadel, Prof. Dr. Ludwig Theuvsen, Prof. Dr. Markus Beinert, Dr. Ludger Schulze Pals, Prof. Dr. Rainer Kühl, Dr. Matthias Heyder, Wilhelm Böck.

 

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