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Interview mit den Rehwinkel-Stipendiaten 2010

"Ein schönes Gefühl, für Fleiß, Leistung und soziale Kompetenz belohnt zu werden"

 

Mit Beginn des Wintersemesters 2010/2011 wählte die Edmund Rehwinkel-Stiftung der Rentenbank die ersten Teilnehmer ihres neuen Stipendienprogramms aus. Die beiden Studentinnen Christiane Kotthoff und Rebecca Schaufelberger überzeugten während des mehrstufigen Auswahlverfahrens mit sehr guten Studienleistungen, sozialem Engagement und ihrer hohen Zielorientierung. 


Im Interview erzählen die beiden Stipendiatinnen, die nun zwei Jahre lang gefördert werden, von ihrer Motivation für die Bewerbung sowie ihren Erfahrungen während des Auswahlverfahrens und in der ersten Zeit danach.

 
 
 

Das Interview

Frau Kotthoff, Frau Schaufelberger, Sie sind die ersten Stipendiatinnen der Edmund Rehwinkel-Stiftung. Was hat Sie bewogen, sich um das Stipendium zu bewerben?

Kotthoff: Reizvoll ist für mich die finanzielle Unterstützung. Toll finde ich aber auch die individuelle Förderung meiner Person durch die zusätzlichen Bildungs- und Informationsangebote. Das Stipendium empfinde ich außerdem als Auszeichnung im Lebenslauf.

Schaufelberger: Mir gefiel, dass es kein allgemeines Master-Stipendium ist, sondern gezielt für die Agrar- und Ernährungsrichtung. Die Seminare können so ganz speziell ausgerichtet werden. Und auch die Verbindungen der Rehwinkel-Stiftung lassen sich gut nutzen. Außerdem reizte mich der Gedanke, zu den ersten Stipendiaten zu gehören. Die Dauer und Höhe der Unterstützung waren zugegebenermaßen auch entscheidende Faktoren, warum ich mich schließlich beworben habe.


Empfanden Sie es als schwierig, das Stipendium zu erhalten?

Kotthoff: Nein, aus einem einfachen Grund: Ich habe Spaß an dem, was ich mache und bin davon überzeugt. Diese Überzeugung habe ich im Gespräch offenbar vermitteln können. Aus meiner Sicht sind gute Noten eine Grundvoraussetzung. Wichtig ist zudem ehrenamtliches Engagement. Die Bewerbungsgespräche waren sehr nett. Unter anderem wurden die Ziele meines Studiums besprochen.

Schaufelberger: Natürlich war ich vor den Auswahlgesprächen sehr aufgeregt, was im Rückblick betrachtet unbegründet war. Die Atmosphäre war sehr offen und freundlich. Nachdem ich wusste, wie viele genommen werden, rechnete ich mir die Wahrscheinlichkeit, dass gerade ich eine der Glücklichen sein würde, als recht gering aus. Also: keine falschen Hemmungen, sondern einfach mal bewerben.


An welchen Veranstaltungen konnten Sie als Stipendiatinnen bisher teilnehmen?

Kotthoff: Wir haben bis jetzt an einem Vorstandsempfang und einem Vortrag über Risikomanagement teilgenommen.

Schaufelberger: Beides im Rahmen des Messeauftritts der Rentenbank auf der EuroTier. Dabei haben wir einige Persönlichkeiten aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie der Politik kennen gelernt.


Was erzählen Sie Ihren Kommilitonen über das Stipendium?

Kotthoff: Dass es ein schönes Gefühl ist, für Fleiß, Leistung und soziale Kompetenz belohnt zu werden. Noch wichtiger erscheint mir allerdings die einmalige Möglichkeit, in direkten Kontakt mit potenziellen Arbeitgebern zu kommen. Kommilitonen rate ich, sich bei Ausschreibungen zu bewerben und an sich zu glauben.

Schaufelberger: Um ehrlich zu sein, Stipendien werden generell nicht stark thematisiert. Interessierten Kommilitonen empfehle ich, sich aus den schon genannten Gründen zu bewerben.


Welche Erwartungen haben Sie an den weiteren Verlauf des Stipendiums?

Kotthoff: Ich habe das Ziel, so viel wie möglich zu lernen und interessante Leute kennen zu lernen. Durch die finanzielle Förderung kann ich mein Studium intensiver durchführen. Zum Beispiel kann ich mir dadurch teure Literatur leisten. Ich möchte mich weiterentwickeln und an Fortbildungen teilnehmen, z.B. an Kursen in Soft Skills oder Führungsqualitäten.

Schaufelberger: Ich freue mich auf weitere interessante Veranstaltungen und Seminare.


Verraten Sie uns abschließend noch Ihre nächsten Pläne im Studium?

Kotthoff: Geplant ist ein Praktikum im Bereich Produktmanagement bei einer Sauerländer Brauerei. Außerdem möchte ich gerne ein Praktikum bei einer Pharmafirma machen und einige Zeit im Ausland verbringen. Neben dem Studium will ich mich wie bisher aber auch gesellschaftlich engagieren.

Schaufelberger: Ich bin gerade dabei, ein Praktikum in Äthiopien für die nächste vorlesungsfreie Zeit und mein Auslandssemester zu organisieren.

 
 
 

Unsere Stipendiatinnen

 
 

Christiane Kotthoff (22) studiert Agrarwissenschaften mit dem Schwerpunkt Tierwissenschaften in Bonn. Sie ist neben ihrem Studium in zahlreichen Gruppen und Vereinen wie der Fachschaft, der VDL-Studentengruppe Bonn sowie dem Jungzüchter- und Tierzuchtverein Meschede engagiert.



Rebecca Schaufelberger (23) studiert im Masterstudium Crop Science mit Schwerpunkt Crop Physiology and Nutrition an der Universität Hohenheim. Daneben ist sie ehrenamtlich in der Jugendarbeit und in der christlichen Studentengruppe Hohenheim aktiv.