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Interview mit den Rehwinkel-Stipendiaten 2014

 

Mit Beginn des Wintersemesters 2013/2014 wählte die Edmund Rehwinkel-Stiftung der Rentenbank bereits zum vierten Mal die Teilnehmer ihres Stipendienprogramms aus. Die drei Studierenden Carina Babinger, Marieke Pries und Jan-Henrik Schöne überzeugten während des mehrstufigen Auswahlverfahrens mit sehr guten Studienleistungen, sozialem Engagement und ihrer hohen Zielorientierung. 


Im Interview erzählen die drei Stipendiaten, die nun zwei Jahre lang gefördert werden, von ihrer Motivation für die Bewerbung sowie ihren Erfahrungen während des Auswahlverfahrens und in der ersten Zeit danach.

 
 
 

Das Interview

 

Frau Babinger, Frau Pries, Herr Schöne, Sie sind seit Herbst 2014 Stipendiaten der Edmund Rehwinkel-Stiftung. Was hat Sie bewogen, sich um das Stipendium zu bewerben?

Frau Babinger: An meiner Hochschule lag ein Flyer der Edmund Rehwinkel-Stiftung aus. Im Vorübergehen hat der Slogan "Haben Sie mehr vor als andere?" in Verbindung mit dem Symbol der Ameise mit dem Blatt meine Aufmerksamkeit geweckt. Daraufhin habe ich mich über die Edmund Rehwinkel-Stiftung informiert und fand insbesondere den landwirtschaftlichen Bezug der Stiftung ansprechend.

Frau Pries: Mich hat an dem Stipendium der Edmund Rehwinkel-Stiftung besonders wegen seiner fachlichen Ausrichtung auf das agrar- beziehungsweise ernährungswissenschaftliche Themengebiet und der starken ideellen Förderung angesprochen. Insbesondere durch diesen Teil kann mir das Stipendium helfen meine persönlichen Ziele zu erreichen: Sowohl mein Wissen weiter zu vertiefen als auch die Möglichkeit zu bekommen, Akteure aus dem Lebensmittel-Bereich kennenzulernen, um am Ende des Tages mehrwertschaffend und gewinnbringend für die regionale Lebensmittelwirtschaft arbeiten zu können.

Herr Schöne: Ich bin ehrenamtlich bei der Niedersächsischen Landjugend tätig und habe auf diesem Wege schon ein oder zwei Jahre zuvor einen Flyer des Stipendiums in der Hand gehabt. Bereits damals war mein Gedanke: Wow! Wenn irgendein bundesweites Stipendium einem das Gefühl geben kann, zum Wohle des Berufsstandes eine Förderung zu erhalten, dann ist es dieses.


Empfanden Sie es als schwierig, das Stipendium zu erhalten?

Frau Babinger: Die Atmosphäre bei den Auswahlgesprächen in Frankfurt war sehr angenehm und freundlich. Daher war das Bewerbungsverfahren für mich eine durchweg positive Erfahrung.

Frau Pries: Es war definitiv eine Herausforderung im Bewerbungsprozess zu bestehen. Die beiden Gespräche im Voraus waren intensiv, aber zu jeder Zeit positiv und von Seiten der Stiftung sehr interessiert und wertschätzend. Meine Erfahrung ist, dass mir eine gute Vorbereitung insbesondere in Hinblick auf den eigenen Werdegang geholfen hat, aber auch eine Reflexion, warum ich was gemacht habe, für mich persönlich sehr wichtig war. Das hat mir Selbstsicherheit in den Gesprächen gegeben.

Herr Schöne: Naja, ein bisschen Spannung war immer mit von der Partie. Aber mit dem Absenden der Bewerbung kann man weder etwas verlieren noch sich blamieren und sobald man eingeladen wird, steigt schließlich die Chance auf das große Glück parallel mit der Aufregung. Von daher war es eher eine positive Challenge als ein schwer zu überwindendes Hindernis.


An welchen Veranstaltungen konnten Sie als Stipendiaten bisher teilnehmen?

Frau Babinger: Obwohl ich erst seit kurzem Stipendiatin bin, hatte ich bereits die Gelegenheit an einer Veranstaltung in Frankfurt teilzunehmen. Während des interessanten und abwechslungsreichen Programms konnte ich insbesondere die anderen Stipendiaten näher kennen lernen.

Frau Pries: Ich bin nun erst seit einem guten Monat dabei und habe es bisher noch nicht geschafft an einer Veranstaltung teilzunehmen. Ich freue mich aber schon auf die kommenden Veranstaltungen, an denen ich teilnehmen kann.

Herr Schöne: Obwohl ich erst seit kurzem dabei bin, hatte ich bereits des Öfteren, dank des Stipendiums, Zugang zu tollen Veranstaltungen. So konnten die
Stipendiaten gemeinsam einen Blick hinter die Kulissen der DLG und der Rentenbank in Frankfurt werfen. Ebenfalls nahmen wir an der Eröffnung der EuroTier und dem Deutschen Landjugendball des BDL im Rahmen der IGW 2015 teil und waren zur Herbsttagung der Agrarsozialen Gesellschaft eingeladen.


Was erzählen Sie Ihren Kommilitonen über das Stipendium?

Frau Babinger: Bisher habe ich erst mit wenigen Personen über das Stipendium und mein erstes Seminar mit der Edmund Rehwinkel Stiftung gesprochen. Dabei ging es vor allem um den landwirtschaftlichen Bezug der Stiftung, der das Stipendium für Studenten aus dem Agrarbereich besonders attraktiv macht.

Frau Pries: Wenn einmal ein Gespräch über Stipendien geführt wird, hebe ich insbesondere die Weiterbildungsangebote, wie zum Beispiel den TOP-Kurs hervor. Auch die fachliche Ausrichtung finde ich in diesem Zusammenhang wichtig zu erwähnen. Die finanzielle Entlastung ist hier dann auch immer ein Thema - sie gibt mir die Möglichkeit, mich stärker auf mein Studium zu konzentrieren.

Herr Schöne:
Im Alltag schreibe ich mir nicht auf die Stirn, dass ich Stipendiat bin. Aber wenn wir darüber reden, kann ich nur Positives berichten. Das Stipendium ermöglicht mir nicht zuletzt mein zeitintensives Ehrenamt auszuführen, da ich keinen Nebenjob ausüben kann.


Welche Erwartungen haben Sie an den weiteren Verlauf des Stipendiums?

Frau Babinger: Ich bin gespannt auf die vielfältigen Seminare und Veranstaltungen, da diese neben dem fachlichen Input den Austausch mit anderen Stipendiaten und interessanten Menschen aus dem Agrarsektor ermöglichen.

Frau Pries: Ich freue mich darauf, interessante Personen - insbesondere meine Mitstipendiaten - kennenzulernen und mich innerhalb der Branche zu vernetzen. Neben den Fachvorträgen reizen mich auch Kurse, die in Abstimmung mit uns Stipendiaten abgehalten werden. Schreibtraining oder auch Selbstmarketing sind Themen die mich reizen, aber auch andere Themen die in Richtung Persönlichkeitsbildung gehen.

Herr Schöne: Ich freue mich auf weitere Kontaktmöglichkeiten zu Persönlichkeiten der Agrarbranche und den Austausch untereinander. Ebenfalls gut finde ich den Zugang zu Veranstaltungen und die Exkursionen mit der Rentenbank. Besonders freut mich, dass man im Bereich der persönlichen Weiterbildung z.B. in Form eines Studienkurses gefördert wird.


Verraten Sie uns abschließend noch Ihre nächsten Pläne im Studium?

Frau Babinger: Derzeit bin ich am Planen welcher Auslandsaufenthalt sich am besten in den Studienablauf und mein Privatleben integrieren lässt. Ein paar ehemalige Kommilitoninnen des Bachelorstudiums sind derzeit in Neuseeland beziehungsweise planen einen Aufenthalt in Irland - das hat mein Fernweh geweckt.

Frau Pries: Nachdem ich mit dem „Einleben" in Trier schon fast fertig bin, leiste ich jetzt meinen Beitrag zu anstehenden Studienprojekten. Insbesondere die Erarbeitung eines Businessplans für ein Unternehmen in der Lebensmittelindustrie finde ich sehr interessant, da ich mir auch eine Zukunft in Selbstständigkeit sehr gut vorstellen kann. Im weiteren Studienverlauf fände ich ein Praktikum im Bereich der Beratung im Regionalmanagement interessant. Und nachdem ich meine Bachelorarbeit bei einem gemeinnützigen Verein geschrieben habe, möchte ich für meine Masterarbeit gern in die freie Wirtschaft gehen.

Herr Schöne: Da die private und betriebliche Entwicklung in großen Schritten voranschreitet, strebe ich einen rechtzeitigen Studienabschluss an und möchte nach Möglichkeit auf dem Weg dorthin meine Masterarbeit im Rahmen eines Auslandssemesters an der Universität Wageningen (NL) im Bereich Nutztierwissenschaften schreiben.

 
 
 

Unsere Stipendiaten

 
 
 
 

Carina Babinger (27), die gelernte Finanzwirtin studiert im Masterstudium Agrarmanagement an der TU München. Sie engagiert sich neben ihrem Studium ehrenamtlich in der Lernhilfe für Schüler und Studierende.






 

Marieke Pries (25), die gelernte hauswirtschaftliche Betriebsleiterin studiert im Masterstudium Lebensmittelwirtschaft an der Hochschule Trier. Sie ist Absolventin der Bayerischen EliteAkademie. Neben ihrem Bachelorstudium war sie ehrenamtlich im Verein Triesdorfer Schüler und Studenten (VTS) aktiv.





Jan-Henrik Schöne (25) studiert im Masterstudium Agrarwissenschaften mit dem Schwerpunkt Nutztierwissenschaften an der Universität Göttingen. Neben seinem Studium engagiert er sich ehrenamtlich als Sprecher des Agrarausschusses und stellv. Vorsitzender der Niedersächsischen Landjugend.