Direkt zum Inhalt

 

Ausschreibung 2010

 

Mit den Reformbeschlüssen von Luxemburg 2003 ging ein Paradigmenwechsel in der europäischen Agrarpolitik einher. Nach Einführung der entkoppelten Betriebsprämien im Rahmen des so genannten Kombimodells werden die bisherigen Direktzahlungen in Deutschland bis 2013 vollständig auf regional einheitliche Betriebsprämien umgestellt. Für deren Erhalt müssen Landwirte schon heute Cross Compliance-Auflagen nachkommen. Und mit der auf 10 % steigenden obligatorischen Modulation gewinnt die zweite Säule der Agrarpolitik weiter an Bedeutung.

Vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen, der Diskussion um Klima- und Ressourcenschutz und einer fortschreitenden Entleerung ländlicher Räume bis hin zu den benachteiligten Gebieten stellt sich die Frage, wie die Weichen der künftigen Agrarpolitik nach 2013 gestellt werden müssen. Dabei gilt es, auch die Gestaltung agrarnaher Politikbereiche wie beispielsweise den Pflanzenschutz oder die Gentechnik einzubeziehen. Die Edmund Rehwinkel-Stiftung fördert daher wissenschaftliche Beiträge zum Thema:


„Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union nach 2013"


Zu diesem Schwerpunktthema erwarten wir insbesondere Studien, welche

  • Politikfolgeabschätzungen unterschiedlicher Szenarien analysieren

  • internationale Vergleiche ziehen und Empfehlungen daraus ableiten

  • bisherige Vorschläge analysieren und bewerten

  • neuartige Konzepte und Ideen entwickeln und diskutieren sowie

  • die Entwicklung im Zusammenhang mit der GAP stehender Politikfelder, wie z.B. Gentechnik, Futtermittel und Pflanzenschutz beleuchten.
 
 
 

Geförderte Studien

  • Prof. Balmann, IAMO Halle: „Wirkungen alternativer Reformszenarien der GAP der EU nach 2013 - Simulationsanalysen für ausgewählte Regionen in Deutschland, Frankreich und Tschechien" 

  • Prof. Härtel, Ruhr-Universität Bochum: „Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU nach 2013"

  • Prof. Heißenhuber, TU München: „Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU nach 2013"

  • Prof. Herrmann, Universität Gießen: „Eine Wohlfahrtsanalyse verschiedener Modulationsszenarien der GAP: Implikationen für die GAP nach 2013"

  • Dr. Oppermann, Institut für Agrarökologie und Biodiversität Mannheim: „Analyse und Bewertung der Reformvorschläge zur GAP im Hinblick auf Ressourcenschutz und Nachhaltigkeit"

Abgabedatum der geförderten Studien ist der 8. November 2010. 


Die Stiftung behält sich alle Rechte der Veröffentlichung und sonstigen Verwertung der Ergebnisse vor.