Ausschreibung 2011
Die heimischen Veredlungsbetriebe haben sich in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich dynamisch entwickelt. Sowohl in der Schweine- als auch in der Geflügelproduktion konnten hohe Wachstumsraten erzielt werden. Und die Rahmenbedingungen sind auch weiterhin gut. Das weltweite Bevölkerungswachstum und die sich ändernden Verzehrgewohnheiten in Schwellenländern bieten durchaus Chancen für deutsche Produzenten. Gleichzeitig steht die Branche aber auch vor Herausforderungen. Mit zunehmendem Selbstversorgungsgrad steigt die Notwendigkeit von Exporten und somit die Abhängigkeit von den Entwicklungen an Auslandsmärkten. Gleichzeitig ist die Ausdehnung der Veredlungswirtschaft nicht immer konfliktfrei. Vorbehalte in der Bevölkerung sowie baurechtliche Fragestellungen spielen beispielsweise eine immer größere Rolle. Darüber hinaus gewinnt auch die Diskussion über eine nachhaltige, artgerechte und ökologisch verantwortliche Produktion an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund förderte die Edmund Rehwinkel-Stiftung im Jahr 2011 wissenschaftliche Beiträge zum Thema:
Veredlungsstandort Deutschland: Herausforderungen von Gesellschaft, Politik und Märkten
Geförderte Studien
- Prof. Ernst Berg, Universität Bonn: "Ökonomische Bewertung alternativer Verfahren zur betäubungslosen Ferkelkastration unter Berücksichtigung ethischer und gesellschaftlicher Anforderungen"
- Prof. Martina Brockmeier, Universität Hohenheim: "Handel in einer globalisierten Welt: Exportchancen für die deutsche Veredlungsindustrie?"
- Dr. Günther Lindenau, Universität Rostock: "Analyse der Vereinbarkeit von wirtschaftlichen Erfordernissen mit den Grundsätzen einer tierschutzkonformen Nutztierhaltung"
- Jun.-Prof. Birgit Schulze, Universität Kiel: "Öffentlichkeitsarbeit der Veredlungsbranche: Eine empirische Analyse der Wahrnehmung von Landwirten und Verbrauchern im Licht der Konflikt- und Glaubwürdigkeitsforschung"
- Carl Vierboom, Vierboom & Härlen Wirtschaftspsychologen, Köln: "Keine Produktion ohne Kommunikation - Landwirtschaftliche Veredlungsbetriebe und ihre Öffentlichkeitswirkung"
Die Studien wurden am 10. Mai 2012 im Rahmen des Symposiums der Edmund Rehwinkel-Stiftung in Berlin vorgestellt.
Die Stiftung behält sich alle Rechte der Veröffentlichung und sonstigen Verwertung der Ergebnisse vor.

Investor-Relations