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Geschäftsentwicklung im Jahr 2014

 

Programmkredite 2014: Windkraftfinanzierungen deutlich gestiegen 

Die Entwicklung auf den Agrarmärkten führte 2014 trotz niedriger Zinsen zu einer rückläufigen Investitionstätigkeit in der Landwirtschaft. Als Folge sank die Nachfrage nach Programmkrediten der Rentenbank in den Fördersparten „Landwirtschaft" und „Ländliche Entwicklung". Dagegen stiegen die Neuzusagen in der Sparte „Erneuerbare Energien". Mit insgesamt 6,9 Mrd. Euro (Vorjahr: 7,2 Mrd. Euro) erreichte die Rentenbank beim Neugeschäft mit ihren zinsgünstigen Programmkrediten fast das Rekordniveau des Vorjahres.

Die Förderfinanzierungen der Rentenbank für Investitionen in erneuerbare Energien stiegen kräftig auf 2,0 Mrd. Euro (1,6 Mrd. Euro). Schwerpunkt in dieser Sparte war die Finanzierung von Windkraftanlagen mit einem Anstieg auf 1,4 Mrd. Euro (0,8 Mrd. Euro). Darin sind Zusagen in Höhe von 0,8 Mrd. Euro (0,3 Mrd. Euro) im Rahmen des Förderprogramms „Bürger- und Bauernwindparks" enthalten.

In der Fördersparte „Landwirtschaft" finanzierte die Rentenbank schwerpunktmäßig klassische landwirtschaftliche Investitionen. Insgesamt sagte die Bank 2014 dafür 2,7 Mrd. Euro (2,8 Mrd. Euro) zu. Davon entfielen 1,1 Mrd. Euro (1,2 Mrd. Euro) auf Programmkredite zu besonders günstigen Konditionen, die u. a. von Junglandwirten in Anspruch genommen werden können. Für Gebäude, insbesondere Stallbauten, stellte die Bank 1,3 Mrd. Euro (1,5 Mrd. Euro) bereit, für Maschineninvestitionen 634,6 Mio. Euro (577,0 Mio. Euro) und für Flächenkäufe 625,1 Mio. Euro (571,4 Mio. Euro).

Darüber hinaus fördert die Rentenbank auch die ländliche Entwicklung, hauptsächlich durch die Finanzierung von kommunalen Infrastrukturmaßnahmen. Insgesamt sagte die Bank dafür 1,6 Mrd. Euro (2,1 Mrd. Euro) über ihre Programme „Räumliche Strukturmaßnahmen", „Leben auf dem Land" und im Rahmen von Globalrefinanzierungsvereinbarungen mit den Förderbanken der Bundesländer zu.

Emissionsgeschäft 2014: Banken erneut wichtigste Investorengruppe

Zur Refinanzierung ihres Fördergeschäfts nahm die Rentenbank im Berichtsjahr mittel- und langfristige Kapitalmarktmittel in Höhe von 10,9 Mrd. Euro (10,2 Mrd. Euro) an in- und ausländischen Kapitalmärkten auf. 48 % (46 %) des Mittelaufkommens entfielen auf Banken, für die die bankaufsichtsrechtliche Nullgewichtung der Rentenbank-Emissionen besonders wichtig ist. Daneben spielen Zentralbanken und andere offizielle Stellen eine bedeutende Rolle bei der Refinanzierung der Bank. Ihr Anteil erreichte mit 31 % nahezu den Vorjahreswert (33 %).

Der US-Dollar löste mit einem Anteil von 41 % (28 %) den Euro als wichtigste Emissionswährung ab, der 27 % (34 %) zum Mittelaufkommen beitrug. Den dritten Rang nahm mit 14 % (24 %) erneut der Australische Dollar (AUD) ein. Die Rentenbank war im „Kangaroo"-Markt mit einem ausstehenden Volumen von 11,6 Mrd. AUD am Jahresende die drittgrößte ausländische Emittentin.

Anteil der Programmkredite in der Bilanz weiter gestiegen

Die Bilanzsumme (HGB) stieg 2014 um 2,3 % auf 80,1 Mrd. Euro (78,3 Mrd. Euro). Da die Rentenbank ihre Kredite grundsätzlich wettbewerbsneutral über andere Banken vergibt, fielen auf der Aktivseite der Bilanz die Forderungen an Kreditinstitute mit 51,5 Mrd. Euro (50,0 Mrd. Euro) bzw. einem Anteil von 64,3 % (63,9 %) besonders ins Gewicht. Der Anteil der Programmkredite in der Bilanz stieg weiter, da das Neugeschäft die Fälligkeiten überstieg. Sie valutierten am Jahresende 2014 mit 36,9 Mrd. Euro (33,8 Mrd. Euro).

Das verbriefte Fördergeschäft, das in der Bilanz in der Position „Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere" enthalten ist, betrug 19,0 Mrd. Euro (19,2 Mrd. Euro). Der Wertpapierbestand lag am Jahresende 2014 bei 20,2 Mrd. Euro (20,3 Mrd. Euro).

Auf der Passivseite der Bilanz bildeten die verbrieften Verbindlichkeiten mit 65,8 Mrd. Euro (61,4 Mrd. Euro) den größten Einzelposten. Darin waren Medium Term Notes in Höhe von 47,3 Mrd. Euro (46,4 Mrd. Euro) enthalten, 12,7 Mrd. Euro (11,0 Mrd. Euro) an Globalanleihen und 5,7 Mrd. Euro (4,0 Mrd. Euro) an Commercial Papers.

Die Eigenmittel (HGB) wuchsen in der Bilanz 2014 auf 4,3 Mrd. Euro (4,1 Mrd. Euro). Davon entfielen 2,6 Mrd. Euro (2,4 Mrd. Euro) auf den Fonds für allgemeine Bankrisiken.

Gewinnverwendung 2014: Bilanzgewinn für Förderzwecke

Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge und Bewertung (HGB) erreichte 2014 242,7 Mio. Euro (248,7 Mio. Euro) und lag damit leicht unter dem Vorjahreswert. Dies war im Wesentlichen auf gestiegene Verwaltungsaufwendungen im Zuge höherer aufsichtsrechtlicher Anforderungen aber auch auf den leicht gesunkenen Zinsüberschuss zurückzuführen.

Nach Risikovorsorge und Bewertung stieg der Jahresüberschuss 2014 auf 55,0 Mio. Euro (53,0 Mio. Euro). Den nach Dotierung der Rücklagen verbleibenden Bilanzgewinn von 13,8 Mio. Euro (13,3 Mio. Euro) verwendet die Rentenbank ebenfalls für Förderzwecke. Er wird je zur Hälfte dem Zweckvermögen und dem Förderungsfonds zugeführt.

Für die Verbilligung ihrer Programmkredite setzte die Förderbank 2014 73,9 Mio. Euro (77,0 Mio. Euro) zu Lasten ihres Zinsergebnisses ein. Außerdem stellte die Bank 3,0 Mio. Euro (3,0 Mio. Euro) für Zuschüsse zum Programm „Forschung für Innovationen in der Agrarwirtschaft" zur Verfügung.

Insgesamt summierten sich die für Förderzwecke bereitgestellten Erträge der Bank (Förderdividende) 2014 auf 90,7 Mio. Euro (96,3 Mio. Euro).

IFRS-Abschluss 2014: Operatives Ergebnis leicht gestiegen

Das operative Ergebnis des Geschäftsjahres 2014 nach IFRS stieg gegenüber dem Vorjahr leicht um 2,1 % auf 243,9 Mio. Euro (238,8 Mio. Euro). Die geringeren Aufwendungen für den Förderbeitrag und die gesunkene Zuführung zur Portfoliowertberichtigung kompensierten dabei den geringeren Zinsüberschuss und die gestiegenen Verwaltungsaufwendungen.

Das Konzerngesamtergebnis lag am Jahresende 2014 mit 126,4 Mio. Euro (704,6 Mio. Euro) deutlich unter dem Vorjahr. Der Rückgang ist vor allem auf den Bewertungsverlust im Ergebnis aus Fair Value- und Hedge-Bewertung in Höhe von 183,5 Mio. Euro (2013: Bewertungsgewinn 221,2 Mio. Euro) sowie die im geringeren Ausmaß gestiegene Neubewertungsrücklage zurückzuführen. Die Bewertungsverluste ergaben sich insbesondere aus der Einengung der Credit-Spreads bei den eigenen Emissionen. „Das Gesamtergebnis ist weiterhin von volatilen Bewertungsergebnissen geprägt und daher wenig aussagekräftig", erläuterte Hans Bernhardt, der im Vorstand den Bereich Finanzen verantwortet.

Kapitalquoten auch nach CRR weit über den Anforderungen

Seit dem 1. Januar 2014 erfolgt die Berechnung der Kapitalquoten nach der Capital Requirements Regulation (CRR). Ein Vergleich zum Vorjahr ist daher nicht aussagekräftig. Mit 16,4 % bzw. 19,3 % lagen Ende 2014 sowohl die Kernkapitalquote als auch die Gesamtkapitalquote des Konzerns deutlich über den aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen nach CRR von 5,5 % bzw. 8 %.