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Innovationsförderung aus dem Zweckvermögen

 

Eine dauerhaft wettbewerbsfähige Agrarwirtschaft ist auf Innovationen angewiesen. Das bei der Rentenbank gebildete Zweckvermögen des Bundes dient der Finanzierung von Innovationen in der Land- und Forstwirtschaft, dem Wein- und Gartenbau sowie der Fischerei und Aquakultur.

Für eine Förderung aus Mitteln des Zweckvermögens stehen Ihnen zwei Programmteile zur Verfügung:

 
 
 

Programmteil 1: die Markt- und Praxiseinführung von Innovationen

Gefördert werden Modellvorhaben von kleinen und mittleren Unternehmen in den Bereichen Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Auch innovative landwirtschaftsnahe Investitionen im ländlichen Raum sowie Vorhaben der Fischzucht können gefördert werden. Die Vorhaben sollen sich durch ihren Innovationsgrad und ihre Beispielhaftigkeit vom Stand der Technik sowie von bestehenden Standards abheben.

Art der Förderung

Die Förderung wird als Darlehen unter Einschaltung der Hausbank des Zuwendungsempfängers gewährt. Das Darlehen kann bis zu 100 % der förderungsfähigen Ausgaben betragen. Der aktuelle Sollzinssatz in der Preisklasse A beträgt 1,5 % p.a. Die Laufzeit des Darlehens wird der Investition angepasst und beträgt maximal 20 Jahre. Der Sollzinssatz ist über die gesamte Laufzeit des Darlehens fest.

Antragstellung

Die Beantragung des Darlehens erfolgt schriftlich über Ihre Hausbank. Bitte reichen Sie dazu die Unterlagen

bei Ihrer Hausbank ein. Ihre Hausbank leitet die Unterlagen zusammen mit dem Antrag auf ein Refinanzierungsdarlehen an die Rentenbank zur Prüfung weiter. Maßgeblich für die Vergabe von Krediten sind die Richtlinien des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über die Verwendung des Zweckermögens des Bundes bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank (LR) vom 30.01.2015.
 

Kombination mit anderen öffentlichen Förderprogrammen (Kumulierung)

Eine Kumulierung mit Mitteln anderer öffentlicher Förderprogramme ist möglich, sofern und soweit hierbei die beihilferechtlichen Höchstgrenzen nicht überschritten werden. Hinweis: Bei Vorhaben, die ebenfalls Zuwendungen aus dem Agrarinvestitionsförderungsprogramm (AFP) erhalten, ist eine Förderung aus dem Zweckvermögen nicht möglich. 


Detaillierte Angaben finden Sie in den Programmbedingungen "Innovationen" (PDF)

 
 
 

Programmteil 2: die experimentelle Entwicklung von Innovationen

Im Bereich der experimentellen Entwicklung wird die Umsetzung von Erkenntnissen der industriellen oder universitären Forschung in neue oder verbesserte Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen gefördert. Auch die konzeptionelle Planung und der Entwurf von alternativen Produkten, Verfahren oder Dienstleistungen, aber auch Studien zur Prüfung der technischen Durchführbarkeit sind förderfähig. Die Förderung beinhaltet zudem die Schaffung eines ersten, nicht zur kommerziellen Nutzung geeigneten Prototyps sowie erste Demonstrations- und Pilotprojekte.

Art der Förderung

Die Förderung experimenteller Entwicklungsvorhaben erfolgt durch einen Zuschuss. Studien können bei mittleren Unternehmen mit bis zu 60 %, bei kleinen Unternehmen mit bis zu 70 % und bei Forschungseinrichtungen mit bis zu 100 % gefördert werden. Andere Kosten, wie z.B. die Erstellung eines Prototyps können bei mittleren Unternehmen mit bis zu 35 %, bei kleinen Unternehmen mit bis zu 45 % und bei Forschungseinrichtungen mit bis zu 100 % gefördert werden.

Antragstellung

Das Antragsverfahren ist zweistufig. Die Rentenbank sowie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft stützen ihre Förderentscheidung auf die agrarfachliche Expertise der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Potenzielle Antragsteller wenden sich daher für eine telefonische Beratung zunächst an die BLE. 


Detaillierte Angaben finden Sie in den Programmbedingungen "Innovationen" (PDF)

 
 
 

Informationen und Ansprechpartner


Ansprechpartner 

Für weitere Auskünfte zum Programmteil 1: "Markt- und Praxiseinführung" wenden Sie sich bitte an die Rentenbank, Herr Strobel Tel. 069/2107 - 244, Herr Francksen Tel. 069/2107 - 284.

Auskünfte zum Programmteil 2: "Experimentelle Entwicklung" erhalten Sie

bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung - Projektgruppe Innovationsförderung, Herr Gayl Tel. 0228/6845 - 3260. Oder auch als
>> Anfrage per E-Mail an die BLE.